Archive for Juli, 2009

The day before…

Sonntag, Juli 5th, 2009

Ohoh. Das Abendgewicht ist so grauselig, da will ich gar nicht wissen, was ich morgen früh am Wiegetag auf die Waage bringe. Dabei hatte die Woche in jeder Beziehung so viel versprechend angefangen: Ich habe brav meine Punkte online protokolliert und war stets nur minimal über dem Punktelimit (dass es Menschen gibt, die das jeden Tag hinbekommen, ist mir ein Rätsel. Erst recht, dass es Menschen gibt, die Probleme haben, ihre täglichen Punkte „vollzukriegen“. Ich habe nur 20 und finde es ein äußerst ambitioniertes Ziel, diese Schallmauer jeden Tag nicht zu überschreiten). Außerdem hatte ich einen sehr positiven Trend auf der Waage zu verzeichnen und am Freitag  früh nur noch 83,1 (!!) beim Wiegen. Hatte mich schon richtig auf den Wiegetag gefreut! *schnüff* Und gestern fing es schon an. Morgens hatte sich eine 4 nach der 8 eingeschlichen – und heute Abend bin ich an der 6 nach der 8 vorbeigeschrammt!  Das kann morgen früh gar nicht gut gehen. Was ist denn da passiert?Ist das PMS? Karma? Sterne?  Ok, das Wochenende hab ich keine Punkte gezählt, weil ich ständig unterwegs war (Strand & Sonne genießen, in Berlin, ja das geht), aber ich habe nicht wild zugeschlagen. Das ist einfach so gemein.

Der Kampf mit der Geometrie

Freitag, Juli 3rd, 2009

Ich kämpfe. Ich kämpfe entschlossen. Ich kämpfe und lasse nicht locker, gebe nicht auf – und fühle mich wie Don Quijote. Diese blöden Dreiecke, Vierecke und Kreise reichen eigentlich nie … deshalb nehme ich auch nicht ab. Das liegt zum einen daran, dass ich noch nicht im Kopf habe, welches Nahrungsmittel welche geometrischen Figuren hat. Da passiert es, dass ich ahnlungslos etwas esse oder trinke (in dem irrigen Glauben, dass es schon nicht so schlimm sein kann – ist ja bloß Möhre) und dann feststelle: leider verloren, 15o g Möhre schlagen mit einem Dreieck zu Buche, das Gleiche gilt für Johannisbeeren, Stachelbeeren und Pfirsiche. Nektarinnen haben sogar 2 Dreiecke. Und von meinen geliebten Bananen, die ich mir morgens ins Müsli (Müsli ist ganz unterirdisch) schnippel, will ich gar nicht reden.

Das Dilemma ist, zum anderen, dass ich trotzig werde. Wenn ich lese, dass ein Pfund Paprika (ich rede von Gemüsepaprika, nicht von Paprikachips) 2 Dreiecke und 1 Fettkreis hat, bin ich verstimmt. (Für den Fettkreis sind die ätherischen Öle verantwortlich.) Und dass 1 kleines Glas Wein mit 7 Fettkreisen zu Buche schlägt, kann ich nur noch als pädagogischen Zeigefinger deuten. Ein Glas Grapefruitsaft hat 2 Vierecke. Und das, wo ich im Sommer so gerne Grapefruitsaftschorle trinke. Nudeln, Reis und Kartoffeln kann ich gleich ganz von der Speisekarte streichen. Die Mengen, die ich essen dürfte, sind so winzig, dass ich weinen möchte.

Das Ganze führt dazu, dass ich zwar satt werde, aber mental ein deutliches Gefühl von Hungersnot verspüre. Und ich bin mir sicher, es gibt auch einen mentalen Jojo-Effekt …

Aber diese Diät hat zwei Vorteile – und die sind der Grund, dass ich es zumindest noch die zweite Woche versuche: 1. Ich denke deutlich intensiver darüber nach, was ich esse. Diese Mengenleere wirkt sich also tatsächlich auf mein Essverhalten aus. 2. 6 x 10 Minuten Bewegung am Tag sind sehr motivierend. Man kann so kleine marschierende Männchen abstreichen, für je 10 Minuten eins. Und das geht relativ schnell, ist übersichtlich und der Erfolg ist sofort sichtbar. Das hat tatsächlich dazu geführt, dass ich darauf achte, mich mehr zu bewegen. Und das ist doch schon was.