Schreibzeit und Tönnchentage

Derzeit bin ich in Dändorf auf dem Darß zum Schreiben. Aber der Aufenthalt hier erinnert mich verschärft an die Reisen ans Meer mit der „Inneren Mission“ in meiner Jugend. Zu Beginn wurde gewogen (Samstagmorgen hatte ich 105,6 🙁 ), zwischendrin kräftig gefuttert und bei der Abreise hatte ich das Kurziel erreicht: mal eben zwei bis drei Kilo mehr auf den Rippen. Ja, schon als Kind habe ich die mir dargebotene Nahrung optimal genutzt.

Wir sind zu viert unterwegs – alles Mörderische Schwestern aus Berlin, die an ihren Romanen und Kurzgeschichten arbeiten wollen. Heidi hat eingekauft, nun sind wir auch für den Fall ausreichend versorgt, dass es einen plötzlichen Kälteeinbruch gibt und wir für drei Wochen oder länger eingeschneit werden. Jeden Abend kocht eine, aus irgendwelchen Gründen jeweils derart viel, dass es eigentlich auch noch für den darauffolgenden Abend reicht – aber da gibt’s ja ein neues Gericht …

Immerhin laufen wir zwischendurch durch die Gegend und schauen uns selbige an. Heute steht das Meerwasserschwimmbad in Graal-Müritz auf dem Plan. Auch das bedeutet erhöhten Kalorienverlust. Und da Swenja für den Abend ein Essen, das hauptsächlich aus Gemüsezwiebeln besteht, angedroht hat, könnte heute die Kalorienbilanz ausnahmsweise zu Ungunsten meines Hüftspecks ausfallen. (Gut, dass es es die Gemüsezwiebeln erst heute Abend gibt, sonst könnten wir heute Nachmittag vermutlich den Betrieb des Whirlpools übernehmen.)

Zum Schreiben kommen wir allerdings nicht ganz so viel. Aber heute gehen wir es schlau an: erst schreiben, dann schwimmen, schließlich schnabulieren (ja, ich liebe Stabreime).

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.