Archive for Dezember, 2009

Silvesterwiegen

Donnerstag, Dezember 31st, 2009

Ich beende das Jahr mit schlappen 107,7 Kilogramm. Mein Ziel: nächstes Jahr um diese Zeit 12 Kilo weniger. Mein Megaziel: unter 90 Kilo. Das sollte doch zu schaffen sein …

Euch allen einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2010!

Ich machte mich jetzt an die Vorbereitungen fürs Fondue 😉

Ich fühl mich gar nicht so lebensmittig

Sonntag, Dezember 27th, 2009

Schon komisch. Morgen werde ich 40. 40. Hm. Fühlt sich schon merkwürdig an, diese Zahl. Im Kopf passt sie noch gar nicht. Ich fühle mich viel jünger als sich 40 anhört. Irgendwie mehr wie 32 oder 33:-). Und ich finde, ich sehe auch noch nicht wie 40 aus. Zumindest nicht jeden Tag *gg*. Ob ich wohl mit 50 an meinem Wohlfühlgewicht dauerhaft angekommen sein werde? Ich befürchte ja, dass das Thema Waagenwagnisse eines meiner Lebensthemen bleiben wird. Ich hoffe nur, dass ich das Auf und Ab mit der Zeit in einem akzeptablen Rahmen hält und sich ca. gut 10 Kilo unter dem momentanen Gewicht abspielen wird. Denn dieses Jahr stand echt unter keinem guten Stern was den Trend auf der Waage anging. Für das neue Lebensjahr wünsche ich mir auf jeden Fall – neben vielen anderen Dingen – eine Kehrtwende, Endlich wieder dauerhafte Motivation und Durchhaltewillen. Dieses Jahr war das längstensfalls 2-3 Wochen drin. Drückt mir die Daumen, dass ich hier endlich von dauerhaften Erfolgen über mehrere Wochen berichten kann! Und wieder in meine  schönen 42er-Klamotten aus dem Sommer 2008 passe:-)).

Badeanzug-Blues

Samstag, Dezember 26th, 2009

Über die Feiertage bin ich in Aachen – meine Schwester nennt das scherzhaft „Mutterdienst“ (während sie den Bauch in die karibische Sonne hält). Die Gelegenheit, dachte ich, die Carolus-Thermen auszuprobieren. Da ich wie immer auf den letzten Drücker meine Sachen gepackt habe, habe ich den falschen Badeanzug erwischt (Größe 42 … seufz, da hab ich mal reingepasst). Also bin ich am Heiligen Vormittag auf die Pirsch nach einem Badeanzug gegangen. „Versuch’s mal im Kaufhof“, meinte meine witzige, Größe 42 tragende Mutter. Die Auswahl an Badeanzügen im Kaufhof war, trotz Winter, beträchtlich – bis Größe 44. Ab Größe 46 gab’s nur noch das Modell „recycelter Hartschalenkoffer“. Das sind die, die dort, wo eine Frau ihren Busen unterbringen will, Schaumstoffschalen haben, die nach vorne mehr oder minder spitz zulaufen und grundsätzlich nie da sind, wo mein Busen ist. Außerdem bestechen diese Modelle durch ausgesuchte Farben und Muster: Dunkelblau mit Türkis, entweder großflächig abstrakt oder großformatig floral. Und eigentlich nur tragbar, wenn man über 80 und erblindet ist. Einen gab’s in Pink-Rot. Ich sah aus wie ein überdimensioniertes Monsterbonbon (Monster wegen der beiden Hörner, wo eigentlich mein Busen sich zart runden sollte). Seltsamerweise sind diese Badeanzüge am Rücken genau so weit ausgeschnitten, dass die Speckrolle zwischen Taille und Schulterblättern sich schwungvoll über den Rand des Anzugs wölben kann. Wer will denn so was? Bei C&A gleiche Modelle, andere Farben: schwarz-großformatig-floral-gelb-glitzernd-gold und schwarz-leopard.

Immer tiefer in eine Winterspeck-Depression versinkend, machte ich mich auf den Weg zum Bus (und strich den Café-Besuch eingedenk meiner Vorräte, die ich unter dem Hemd mit mir rumschleppe). Die Peripherie meine Sichtfeldes wurde von einem Schriftzug gestreift, den ich sonst ignoriere, (weil ich die Klamotten ziemlich öde finde). Ich war schon fast dran vorbei, als mich ein Fünkchen Hoffnung anflog. Ich ging zurück und öffnete die Tür zu Ulla Popken. Ein oder zwei Badeanzüge hätten sie wohl da. Mein kleines – zugegeben nicht sehr originelles – Scherzchen, einer würde mir schon reichen, quittierte die Dame hinterm Verkaufstresen mit zusammengepressten Lippen – na ja, um halb zwei am Heiligen Abend stand ihr der Sinn vermutlich nicht mehr nach Geplänkel mit der Kundschaft. Aber immerhin machte sie sich auf die Suche nach dem Badeanzug. Und siehe da, sie wurde fündig. Passend zum Datum schickte ich ein kleines Dankesgebet gen Himmel. Schwarz, schlicht, ein kleiner neckischer Reißverschluss am Dekolleté, keine recycelten Kofferdeckel auf Brusthöhe – und er passt.

Nun kann ich doch noch in die Carolus-Thermen – vorausgesetzt ich treibe noch ein paar Badelatschen auf, die habe ich nämlich auch vergessen.

Winterblues macht dick.

Freitag, Dezember 18th, 2009

Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Für einen Kunden texte (und recherchiere) ich gerade für eine Pressemitteilung. Thema: Wie Klänge gegen den Winterblues helfen können. Unter anderem schreibt der NetDoktor über das Stimmungstief in der kalten und dunklen Jahreszeit:

In dieser Zeit klagen die Betroffenen über Energielosigkeit und übermäßige Traurigkeit. Sie haben mehr Appetit, vor allem auf Süßes, und nehmen an Gewicht zu. Zudem haben sie ein erhöhtes Schlafbedürfnis und sie kommen schwer aus dem Bett.

Darf ich das mal bitte kurz unterschreiben? Tatsächlich scheinen Appetit auf Kohlenhydrate, vor allem Süßes und Schokolade, ein Symptom für die so genannten Winterdepression zu sein. Depression finde ich bei mir etwas hoch gegriffen, ich nennen das Adventsblues, trinke weiter meinen Glühwein oder eine heiße Schokolade, esse Plätzchen – und Schokolade – und versuche erfolglos die schmatzenden Fettzellen zu überhören, die sich langsam wieder zu ihrer vollen Größe aufpumpen.

Macht kaltes Wasser schlank?

Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Diese Frage möchte einer meiner Studenten in seiner Hausarbeit klären. Seine Theorie: Das Erwärmen des Trinkwassers auf Körpertemperatur, während das Wasser den Magen-Darm-Trakt passiert, verbraucht zusätzliche Kalorien, macht ergo schlank.

Ich bin gespannt auf das Ergebnis … vielleicht ist das Lösung all unserer Gewichtsprobleme.

Wie die drei Affen…

Donnerstag, Dezember 10th, 2009

…sah, hörte und sagte ich nichts zum Thema Waagenwagnisse & Co. Die Waage ist gefunden und wieder ausgepackt – aber darauf stellen? Dazu konnte ich mich noch nicht überwinden. Mein Minimalziel habe ich jetzt auf das absolute Minimum geschraubt: Morgen früh endlich schauen, was ich zurzeit wiege – und dann nicht zunehmen über die Feiertage – die ja auch noch den Geburtstag meines Mannes und meinen 40. (!!) beinhalten, zwischen dem 20.Dezember und dem 01. Januar ist das also ein äußerst wütender Kaloriensturm, dem ich da ausgesetzt bin. Meine kleine Motivationsnussschale schaukelt jetzt schon wild hin und her, Weihnachtsmärkte, Plätzchen und Glühwein – Hilfe! Wo ist der sichere Hafen?

Es läuft gerade alles andere als rund: In letzter Zeit waren wir bedenklich oft bei IKEA essen (wie viel Points haben eigentlich Köttbullar?) und Convenience und Fastfood (Fischstäbchen, Grillhähnchen vom Dönerfritzen…Pizza geht ja ohne Ofen nicht) stehen auch fast täglich auf dem Speiseplan, denn wir bekommen erst am 16.12. unsere Küche. Außerdem hatte ich seit 2 Wochen keine Möglichkeit ins Mrs. Sporty-Studio zu gehen: Fast jeden Tag gehen bei uns Handwerker ein und aus, weil diverse Dinge noch nicht funktionieren oder beim Umzug das zeitliche segneten und repariert werden mussten. Und ein bisschen Geld verdienen muss ich ja auch noch. An Ausreden mangelt es mir also nicht, jaja, ich weiß. Ich hoffe, ich sehe bald Land am Horizont und starte endlich durch. Das WeightWatchers-Treffen donnerstags werde ich sicher demnächst besuchen und wenn es nicht ganz blöd ist, mach ich das mal eine Weile mit.

Die böse Adventszeit – Teil II

Mittwoch, Dezember 9th, 2009

Also erst mal zum Adventskaffeetrinkmarathon am Sonntag: Es hat tatsächlich geklappt. Ich habe, bevor wir uns auf den Weg zu den Einladungen machten, einen großen Berg Blumenkohlsalat verputzt. Der hat kaum Kalorien (gekochter Blumenkohl mit einer Marinade aus Zitronensaft, Cremefine – oder das Zeug von Dudarfst – zum Kochen, Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker) und macht satt. Ist übrigens auch ein ideales Sommeressen. Und tatsächlich habe ich an dem Tag vielleicht insgesamt ein Dutzend Plätzchen gefuttert. Abends noch zwei Stück Gemüsequiche. Das war’s. Bin sehr stolz auf mich. Und am nächsten Wiegetag mit 105,3 kg belohnt worden. 1,3 Kilo weniger als letzte Woche.

Allerdings waren wir gestern in Charlottenburg auf dem Weihnachtsmarkt. Seufz. Palatschinken mit Schafskäse, Krakauer Würstchen und ein Früchtespieß mit Schokoglasur haben meine Bilanz ruiniert. (Aber wie oft geht man schon auf einen Weihnachtsmarkt …) Mal ganz abgesehen von den zwei Gläsern Eierpunsch. Die waren allerdings miserabel. Eierpunsch scheint dieses Jahr nämlich komplett out zu sein. Während es letztes Jahr  an jedem Futterstand wunderbar dickflüssigen, cremigen, nach mehr schmeckenden Eierpunsch gab, fand sich dieses Jahr erst nach längerem Suchen ein Stand, an dem Eierpunsch aus der Flasche ausgeschenkt wurde – das mit der Flasche haben wir allerdings erst gesehen, als es schon zu spät war. Nun mache ich mich auf die Suche nach einem Rezept für richtigen Eierpunsch. Vorschläge nehme ich gerne entgegen.

Die böse Adventszeit

Samstag, Dezember 5th, 2009

Jetzt geht es also wieder los mit diesen kalorienträchtigen und figurfeindlichen Einladungen zum Adventskaffeetrinken. Morgen gleich zweimal. Erste Runde um 15:00 Uhr, zweite Runde gegen 17:00 Uhr. Und Montag ist Wiegetag – da entscheidet sich, ob ich den Hund eine weitere Woche komplett – morgens, mittags und abends – ausführen muss.  Dabei liege ich im Moment ganz gut im Rennen: 200 g unter der entscheidenden Grenze.

Und nun meine geplante Strategie: Obwohl ja überall in allen Diätratgebern steht, man soll vor einer Einladung am besten nur ganz wenig bis gar nichts essen, damit die bei der Essenseinladung reingeschaufelten Kalorien nicht ganz so ins Gewicht (!) fallen, halte ich das für grundlegend falsch. Denn wenn ich ausgehungert an ein Kuchenbüffet komme, futtere ich bis zum Abwinken. Ich beschränke mich eben nicht auf drei Kekse und ein halbes Stück Mohnstollen, sondern lange richtig zu – schließlich habe ich Kohldampf. (Ich kann mich mit richtig Hunger auch im Restaurant nicht für einen kleinen Salat entscheiden, sondern nehme dann lieber die große Portion Spaghetti mit Käsesahnesoße.) Deshalb werde ich diesmal satt zum Kaffeetrinken gehen. Dann esse ich zwar auch ein paar Kekse etc., hoffe aber, dass sich die Mengen in erträglichen Grenzen halten. Der Trick dabei ist, dass ich zu Hause keine Kalorienbomben zum Mittag esse, um satt zu werden, sondern Gemüse, Salat und Obst. Mal sehen, ob die Rechnung aufgeht.