Ausgerechnet Bananen…

…haben jetzt endlich keine ProPoints mehr. Hurra! Eine wirklich gute Nachricht für Bananenfreaks.  Überhaupt punktet frisches Obst mit 0 ProPoints. Sehr pädagogisch von den WeightWatchers-Entwicklern:-). Denn es gibt ja ein komplett neues Programm, wie ich jetzt weiß.

Heute war ich also endlich bei meinem ersten WeightWatchers-Treffen ever. Die Idee, mit anderen Moppelchen einen auf Selbsthilfegruppe zu machen, hatte mich seit Jahren abgeschreckt – obwohl ich mit dem Onlinesystem schon mal 27 Kilo abgenommen habe. Dass das System also grundsätzlich klasse funktioniert, weiß ich ja. Ich hatte nur so die Vorstellung, dass vor Ort jede nach vorne kommt, gewogen wird und sich dann rechtfertigen muss für ihre wöchentlichen Sünden ;-)- eine Art 12-Punkte Programm für nicht ganz anonyme Rubensfrauen (die Pfunde lassen sich ja doch nicht so leicht verstecken *räusper*).

Aber das Thema Motivation hat bei mir 2009 wirklich zum Gewichts-GAU geführt: Ich startete letzten Januar mit ca. 82,5 (was auch schon 5 Kilo mehr war als Mitte 2008), es folgten Auf und Ab, Auf und Ab, Auf und Auf und Auf – und endete diese Woche mit knappen 90 Kilo…. Halt!

Also habe ich mich heute aufgerafft und endlich mal ein Treffen im RealLife besucht. Männer waren übrigens  nicht anwesend, was auch an der Uhrzeit gelegen haben mag. 10h00 ist eher was für Hausfrauen, Rentnerinnen und natürlich Freiberufler, die eben eine Schicht abends dranhängen:-). Aber sonst war es doch deutlich anders, als ich dachte. Erstens wurden alle höchst diskret gewogen. Gleich am Eingang steht eine Waage, die die Wiege-Ergebnisse zu einem kleinen Monitor mit Sichtschutz – und damit nur der Treffenleiterin – zuspielt. Taktvoll schreibt sie die Ergebnisse in das Teilnehmerbuch, das jede Dame mitbringt. Puh!

Vor und nach dem offiziellen Treffen hat man die Gelegenheit, diverse WW-Produkte zu kaufen. Klar, das ganze Drumherum. Mit Lowfat-Chips und zuckerfreien Süßigkeiten verdient die Convenience-Industrie sicher Milliarden.

Außerdem war ich erstaunt über die Größe der Gruppe, sicher gut 25 Frauen ab 40 aufwärts (ich bin da fast das Küken gewesen). Schließlich begrüßte uns die Leiterin des Treffens, die unser Gruppen-Coach ist.  Sympathisch, und vor allem verständnisvoll (gerade nach den Feiertagen!) hat sie gewirkt. Das gab für mich den Ausschlag, mich anzumelden. Sicher ein Erfolg des Konzepts: Die Coachs wissen, wovon sie sprechen. Unsere hatte vier Anläufe mit WW gebraucht, bis sie es geschafft hatte und endlich ihr Gewicht hält. Am Ende zeigte sie uns WW-Eleven (es waren 8, schließlich ist Januar und die „Gute-Vorsätze-Saison“ hat ihren Höhepunkt) ihre alte Jeans – ca. Größe 52, würde ich schätzen. Meine 52er-Sachen sind ja alle längst verschenkt und entsorgt. Ich hätte mir vielleicht auch ein Exemplar aufheben sollen. Das ist beeindruckend. Immer wieder.

Naja, zurzeit muss ich mich in meine 44er Sachen wirklich hineinquetschen (!) und meine 42er Klamotten gammeln teilweise noch in Umzugskisten, weil ich sie zurzeit eh nicht mehr brauche. Also hab ich mich jetzt tatsächlich angemeldet und werde das neue ProPoints-System lernen und mich hoffentlich bei den Treffen entsprechend motivieren, damit ich im Sommer wieder in meine schönen Sachen passe.

Da seit Januar ein komplett neues System bei WW gilt – das ProPoints-System – wurde das übrigens auch den alten Häsinnen vorgestellt. Denn man muss wirklich komplett umdenken. Manches hat deutlich mehr Points (z.B. Wein, seufz), manches weniger (z.B. Bananen, juchu). Waren früher nur Fett und Kalorien in einem FlexPoint eingerechnet, bestimmen jetzt auch Eiweiß und Ballaststoffe das Endergebnis. Es gibt also 4 Faktoren, die einen ProPoint bestimmen, nicht mehr nur 2. Für die alten Rezeptbücher gibt es praktischerweise kostenlose „Updates“, man kann sich beim Treffen eine Broschüre besorgen, die die alten Rezeptpunkte auf das neue System übertragt. Nützlich. Überhaupt habe ich das Treffen eher als informativ und entspannt empfunden, ich hatte mit Einschwörungsriten und -rufen und sowas gerechnet :-D.

Am Ende wurde ich gewogen und mein ProPoints-Bedarf pro Tag errechnet. Ich habe 31 Punkte und 49 Wochenextrapunkte. Was das konkret bedeutet, werde ich die nächsten Tage merken. Drückt mir die Daumen, dass ich endlich wieder den Einstieg finde – es ist sooo ätzend, wenn wirklich jede Hose kneift!. (Ich denke, es war strategisch gut, dass ich alles ab Größe 46 entsorgt habe. Sonst würde ich einfach die alten Sachen tragen, jetzt quäle ich mich in die 44er und denke jeden Tag, dass das ja wohl gar nicht geht.)

Und nächste Woche will ich ein Kilo weniger haben.

7 Responses to “Ausgerechnet Bananen…”

  1. Steffi sagt:

    Hihi, über deine Ängste vom WW-Treffen musste ich jetzt schmunzeln. So ging es mir vor meinem 1. Treffen auch. 🙂 Aber in Wirklichkeit ist es wirklich immer sehr nett und verständnisvoll.
    Bei Abnahmen freut sich die ganze Gruppe mit und wenn man Anregungen oder Motivation braucht (zB bei einer Zunahme), dann hilft einem die Gruppe auch gut weiter.

    Ich freu mich sehr, dass du eine so tolle Gruppenleiterin gefunden hast und wünsche dir viel Erfolg für die 1. Woche! (Im 1. Heftchen sind tolle Rezepte drin. Vor allem die Tortellini Carbonara kann ich nur empfehlen!) 🙂

    Liebe Grüße,
    Steffi

  2. barbara sagt:

    Danke! Heute gibt’s noch Kartoffel-Süßkartoffelsuppe von gestern. Aber ab morgen wird wieder janz streng gezählt, heute schreibe ich nur entsetzt auf, was das mittlerweile alles an Punkten kostet.=:-O Ist ja schön, wenn man jetzt 1/3 mehr Punkte hat, aber die sind auch viel schneller weg. Ich werde wieder mehr Obst essen (müssen, pädagogisch eben)- und da Bananen endlich nicht mehr böse in die Bilanz fallen, hab ich auch mal was, was ich im Winter gut essen kann.:-)

  3. Steffi sagt:

    Jaaaaa Bananen und Trauben und Mango und Litschies! 😀 Dafür hat zuckerfreies Dosenobst jetzt Punkte. Die Null-Punkte-Regel gilt nur für frisches Obst und TK-Obst ohne Zusätze. Eiweiß fällt übrigens weniger in die Punkte als Kohlenhydrate. Es ist also sozusagen vorteilhafter mehr Fleisch (sofern fettarm) und Gemüse zu essen, als sich an Nudeln, Kartoffeln und Brot satt zu essen. Aber die Startmaterialien sind wirklich gut und hilfreich, damit findet man sich schon zurecht, wenn man sich mal ein Wochenende zum durcharbeiten nimmt. 🙂

  4. barbara sagt:

    ja, blöd mit den Dosenobst. Da hab ich immer reichlich in mein Frühstücksjoghurt getan. Aber Bananen sind ein cooler Ersatz. Eiweißbevorzugung – das passt zu meinen Erfahrungen der letzten Jahre: Eiweiß macht mich wirklich lange satt. Was mussten viele Hühner sterben für mein ersten WW-Erfolge;-D. (hoffentlich liest kein Vegetarier mit *räusper*)

  5. Steffi sagt:

    Ich habe vor allem beim Abendessen festgestellt, dass es für meine Abnahme vorteilhaft ist, wenn ich da die KH weglasse bzw. verstärkt Eiweiß und Gemüse esse.

    Beim Frühstück hab ich auch oft auf Dosenobst zurück gegriffen, weils einfach schneller geht. Aber im Grunde genommen sind ein Apfel oder eine Banane ja auch schnell klein geschnitten. Mh, ich glaub ich esse gleich noch eine Banane als Zwischenmahlzeit. 🙂

  6. Dirk sagt:

    Mal dumm gefragt, beinhaltet WW nur bestimmte Regeln beim Essen einzuhalten oder wird gegen die Pfunde auch gezielt Sport getrieben und allgemein der Lebensstil angepasst?
    Liebe Grüße, Dirk

  7. barbara sagt:

    Hallo Dirk! Nett, dich zu lesen:-))

    Ja, Sport bzw. Bewegung ist ein wichtiger Teil des Systems. Gezielt Sport treiben musst du aber natürlich selbst:-)), es gibt nur Empfehlungen, was gut tut – und außerdem kann man sich (ganz pädagogisch) Aktivpunkte durch Sport und Bwegung erarbeiten. Insgesamt ist WW keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung, die das ganze Umfeld mitbetrachtet. Männer dürfen übrigens gemeinerweise immer viiiel mehr essen als Frauen!!!:-D

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