Süße Psychohygiene

Süßes macht glücklich, Schokolade beruhigt die Nerven. Meine auf jeden Fall. Am Wochenende wurde bei uns eingebrochen. Ätzend, sag ich nur. Auf jeden Fall habe ich mich über diesen Schock mit wenig maßvollem Schokoladegenuss hinweg getröstet – und mich am besagtem Abend auch noch mit reichlich Rotwein beruhigt.  Deshalb fiel das Wiegeergebnis gestern verhalten aus. Immerhin habe ich das Gewicht fast gehalten (+100 Gramm).

Seit Dienstag bin ich wieder im Programm – und hier zeigt sich, dass das verbindliche Wiegen am Donnerstag doch einen Disziplinierungseffekt hat, den das regelmäßige Wiegen sonst bei mir nicht hatte. Bis Montag habe ich selbstmitleidig vor mich hingevöllt, in dem Gefühl, dass das ok ist, weil ich ja auch furchtbar gestresst bin durch diese Geschichte – und da darf man das ja auch mal. Spätestens Dienstag früh sagte meine Waage – auweia! Am Donnerstag wiegt dich dein Coach. Und schon kramte ich den Obstsalat wieder aus.

Übrigens: Angeblich soll ja Schokolade gar nicht glücklich machen, sagen neuere Studien! Nur bei zügellosen Naschern  kommt der Feel-Good-Effekt. Dann bin ich das wohl: Eine zügellose Nascherin. Was für ein vorhersehbares Outing:-)!

4 Responses to “Süße Psychohygiene”

  1. Katharina sagt:

    Was passiert eigentlich bei WeightWatcherns, wenn es am Wiegetag ein + gibt?
    Werden die Pfunde ausgebuht, wird mitleidig gestöhnt?

  2. barbara sagt:

    …das erfährt ja erst einmal nur die Leiterin, wenn sie dich wiegt. Alle anderen bekommen dein Gewicht ja nicht mit. Gebuht wird sowieso nicht. Bei Erfolgen aber geklatscht und gelobt. Eher erzählt dann mal eine, bei der es nicht so läuft, was gerade so los ist, warum es nicht klappt: Motivationshänger, Stillstand, sonstige Herausforderungen des Lebens – und bekommt (wenn sie möchte) Tipps und Zuspruch. Aber kein Mitleid. Da alle ja schon einmal einen oder mehrere Hänger hatten (die gehören einfach dazu), ist es grundsätzlich eher eine verständnisvolle Atmosphäre. Alle kennen das ja. Sehr angenehmn, muss ich sagen.

  3. Katharina sagt:

    Na, ich dachte, Ihr macht da gerade so einen Wettbewerb, wer bis zu einem bestimmten Datum am meisten abgenommen hat – dafür müssen dann doch Veränderungen veröffentlicht werden?!

  4. barbara sagt:

    Ja, schon. Da kleben wir für jede verlorenen 300 Gramm einen Punkt auf die Wettbewerbsliste. Wer die meisten Punkte zu Ostern hat, hat gewonnen. Ich hatte aber sowieso noch 200 Gramm „übrig“, hätte also keinen Punkt verloren. (Die Punkte werden auch nicht enfernt, man bekommt nur keine neuen, wenn man nichts verloren oder gar zugenommen hat. Am Ende geht es um den Realverlust.)

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