Jetzt ist die innere Schlampe dran!

Erst neulich habe ich von meiner inneren Hedonistin berichtet, die nicht immer zielführende Strategien bezüglich meines Essverhaltens an den Tag legt. Diese Woche habe ich einen weiteren Persönlichkeitsanteil entdeckt, der mir das Abnehmen ganz schön schwer macht: Meine innere Schlampe.Meine innere Schlampe darf man sich wie eine Katze vorstellen, die sich auf einer Terrasse faul in der Sonne fläzt. Diese Schlampe sorgt dafür, dass ich mich sehr schnell und fast überall wunderbar entspannen kann, und auch in Stressituation die Ruhe bewahre. Wirklich eine tolle Sache, so eine Schlampe. Ich glaube, die meisten supergestressten Menschen und alle Super-Mamas dieser Welt hassen und beneiden mich für diesen Persönlichkeitsanteil;-). Ohne schlechtes Gewissen schaffe ich es, mir abends ein gutes Buch zu Gemüte zu führen, obwohl der halbe Haushalt laut aufschreit: Wäsche! Küche! Kram aufräumen! Hallo!?! Meine Schlampe liegt entspannt hinter mir und hält mir die Ohren zu. Also, eigentlich finde ich die Schlampe meistens ziemlich cool.

Andererseits hat die Schlampe keinen Bock, ständig alles aufzuschreiben, was man den Tag über so isst und trinkt. Gerade am Wochenende oder abends schnurrt mir die Katze ins Ohr: Rrrrrr, jetzt willst du noch den Computer anschalten und ins WeightWatchers-Programm? Puuuuh, wie anstrengend, mach dich doch mal locker. Sie ist auch für das „Pi-Mal-Daumen“ schätzen verantwortlich. „Warum sich die Mühe machen und ganz genau nachschlagen? Einfach grob schätzen und gut is‘, nich?“ gurrt sie mir zu. Mal davon abgesehen, dass sie mir einredet, dass Bewegung am Abend zwar schön, aber nicht halb so toll wie ein gemütlicher Couchabend ist.

Leider muss ich meiner Schlampe mitteilen, dass sie zwar meistens einen grandiosen Job macht und mich langfristig sicher vor dem Burn-Out und anderen hässlichen Dingen der Multitasking-Mamas-im Job-Arbeitswelt bewahrt, andererseits ihre Strategien zum Aufschieben ungeliebter, aber wichtiger Dinge führen (wie z.B. meine Buchhaltung, mein Steuerberater hat’s echt nicht leicht mit mir) – und das dann irgendwann wirklich  den totalen Stress auslöst. Das gilt auch für meinen Weight Watchers-Plan. Diese Woche hatte ich 300 Gramm mehr drauf – und weiß nicht so ganz wieso, weil ich eben nur „Pi-mal-Daumen“ geschätzt habe. Ich hatte keine Frustessattacken und auch meine Hedonistin ist gerade ganz einsichtig, aber die Schlampe muss ich für mein Projekt „72 Kilo und Kleidergröße 40“ noch ins Boot holen.

5 Responses to “Jetzt ist die innere Schlampe dran!”

  1. Der Dicke sagt:

    Das ist ein sehr gutes Bild.
    Gefällt mir. So wird der Kampf gegen diesen „inneren Schweinehund“ doch gleich viel leicht, wenn man eine konkrete Vorstellung hat. Werde das auch mal probieren.

  2. Katharina sagt:

    Hm, vielleicht hab ich ja auch nur eine innere Schlampe? Ich dachte immer, an chronischer Aufschieberitis zu leiden ;-(

    „Pi-Mal-Daumen“ hab ich schätzungsweise ab der 2. Woche meiner Ernährungsumstellung mit der Apotheken-Umschau auch gemacht – allerdings immer noch hübsch Dreiecke und Kreise ausgemalt (Malen war früher mal mein Lieblingshobby), aber lieber einen zu viel als einen zu wenig abgestrichen…das hat dann auch recht gut geklappt 😉

  3. barbara sagt:

    ich glaube, das WW-Konzept ist zu komplex für Pi-mal-Daumen:-) – wenn ich ca. 70% genau nachschaue, haut es eigentlich auch ganz gut hin, weil ich ja jedes Mal was dazu lerne. den Lerneffekt sollte ich nicht unterschätzen. Nur zu viel „Pi-mal-Daumen“ ist für mich nicht effektiv genug.

  4. barbara sagt:

    ja, der innere Schweinehund ist bei mir eine faule Katze, die mir in Ohr schnurrt:-))…

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.