Archive for Oktober, 2010

Ein doppeltes *Örgs*: Fast Food-Müll

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Fast Food ist einfach Müll. Fast Food wird wie Müll produziert und produziert selbst Müll. Was soll ich sagen?

Die amerikanische Fotografin Sally Davies hat ihr McDonalds Happy Meal Project bei Flickr eingestellt. Gruselig. Der Burger sieht auch nach Monaten aus wie neu. Kein Schimmel. Er scheint langsam zu mumifizieren. Danke dafür. Ich hab zwar Super Size Me gesehen, hatte das aber schon alles wieder brav verdrängt. (Wobei ich wirklich nicht oft zu McDoof gehe. Labberige Brötchen mit warmen Gurken haben mein Herz noch nie so recht erfreuen können. Allerdings liebt meine (superschlanke) Tochter Chicken McNuggets über alles.  (Und natürlich die blöden Spielzeuge in den Happy Meals.)

Apropos Placebo-Essen. Sehr spannend auch das brandneue Buch Pizza Globale des österreichischen Journalisten Paul Trummer. Ich habe es noch nicht gelesen, aber in Titel Thesen Temperamente wurde am Sonntag ausführlich darüber berichtet (das Lesen hole ich nach, klingt wirklich nach einem sehr spannenden Buch!).

Aus dem Pressetext:
Wie wird unsere Nahrung heute hergestellt? Dieser Frage ist der Wirtschaftsjournalist Paul Trummer nachgegangen und hat die Entstehung einer Tiefkühlpizza genauer unter die Lupe
genommen. In seinem Buch „Pizza Globale“ (Econ Verlag) beschreibt er, welche Folgen die industrielle Fertigung moderner Nahrung für Mensch, Tier und Umwelt hat und welche
politischen Entscheidungen dahinter stecken.

Es geht um Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt – und natürlich auch um Übergewicht. Und um Essen, das seinen Namen nicht verdient: Der Teig aus superschnell wachsendem Hyperweizen. Die Tomaten gepflückt von Quasi-Sklavenarbeitern in Italien. Der Belag aus Pseudoschinken und Pseudokäse, der alles enthält außer Milch. Das alles legen ratternde Maschinen auf „Rundlinge“, wie Vincent Klink, der schwäbische Spitzenkoch, die TK-Pizzen nannte. Denn den Namen Pizza verdienen diese Dinger leider nicht. Was soll ich sagen? Ich hab auch ne Ofenfrische in der Kühltruhe. Und Pizza-Baguette.  Aber ich hab auch immer noch gut 10 Kilo Übergewicht. Nicht, dass ich dem Fast Food die Schuld gebe. Aber eins ist klar: Beim vorgefertigten Essen habe ich keinerlei Kontrolle darüber, was ich gerade esse. Industriell optimierte Nahrungsmittel müssen lange haltbar sein und jedem in jeder Lebenslage irgendwie schmecken. Das erreicht man mit Konservierungsstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern (und Fett).

Vielleicht sollte ich einfach die Weight Watchers Weight Watchers sein lassen und wirklich mal versuchen, mich einfach ausgewogen und halbwegs gesund zu ernähren? Ich schaffe es sowieso seit Monaten nicht, wieder in den Punktezähl-Plan zu kommen. Irgendwie habe ich nur immer das Gefühl, dass das zum Fulltime-Job ausartet: Bewusst regional einkaufen heißt viel planen, und das Zubereiten dauert eben auch…. Aber wieder mehr selbst kochen kann definitiv nicht schaden. Also dann…

Trotz Stress geht’s weiter runter

Montag, Oktober 11th, 2010

Die letzten beiden Wochen waren ziemlich chaotisch und arbeitsintensiv. Mit Essen planen war nicht viel, zwischendrin hat Marion gekocht – danke, liebe Marion -, aber ich hatte so gut wie nie Zeit, mich ums Essen zu kümmern. Meine Waage beschrieb denn auch immer tapfer eine Wellenlinie – mal rauf, mal runter, hätte ich es grafisch abgebildet, hätte es mich verschärft an meinen Mathe-Leistungskurs erinnert, irgendwas mit Sinus und Kosinus und Amplitude und all das Zeug. Genauso glücklich wie damals Sinus- und Kosinusfunktionen hat mich das Auf und Ab auf der Waage gemacht 🙁 Aber ich habe tapfer weiter Punkte gezählt. Augen zu und durch, war mein Motto. Meine Ernährung war zwar ausgesprochen gemüsearm und Weight-Watchers-Schokoriegel-reich, aber allein der starre Blick auf die Punkte hat’s gebracht: in zwei Wochen 1,2 Kilo weniger. Zugegeben, ich war zweimal Schwimmen,und die letzten 3 Sonntage tapfer im Fitnessstudio und hin und wieder mit dem Hund eine längere Runde, aber ohne die Bewegung wäre ich wahrscheinlich mit meinem Schreibtischstuhl fest verwachsen – und wer will das schon …