Ein doppeltes *Örgs*: Fast Food-Müll

Fast Food ist einfach Müll. Fast Food wird wie Müll produziert und produziert selbst Müll. Was soll ich sagen?

Die amerikanische Fotografin Sally Davies hat ihr McDonalds Happy Meal Project bei Flickr eingestellt. Gruselig. Der Burger sieht auch nach Monaten aus wie neu. Kein Schimmel. Er scheint langsam zu mumifizieren. Danke dafür. Ich hab zwar Super Size Me gesehen, hatte das aber schon alles wieder brav verdrängt. (Wobei ich wirklich nicht oft zu McDoof gehe. Labberige Brötchen mit warmen Gurken haben mein Herz noch nie so recht erfreuen können. Allerdings liebt meine (superschlanke) Tochter Chicken McNuggets über alles.  (Und natürlich die blöden Spielzeuge in den Happy Meals.)

Apropos Placebo-Essen. Sehr spannend auch das brandneue Buch Pizza Globale des österreichischen Journalisten Paul Trummer. Ich habe es noch nicht gelesen, aber in Titel Thesen Temperamente wurde am Sonntag ausführlich darüber berichtet (das Lesen hole ich nach, klingt wirklich nach einem sehr spannenden Buch!).

Aus dem Pressetext:
Wie wird unsere Nahrung heute hergestellt? Dieser Frage ist der Wirtschaftsjournalist Paul Trummer nachgegangen und hat die Entstehung einer Tiefkühlpizza genauer unter die Lupe
genommen. In seinem Buch „Pizza Globale“ (Econ Verlag) beschreibt er, welche Folgen die industrielle Fertigung moderner Nahrung für Mensch, Tier und Umwelt hat und welche
politischen Entscheidungen dahinter stecken.

Es geht um Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt – und natürlich auch um Übergewicht. Und um Essen, das seinen Namen nicht verdient: Der Teig aus superschnell wachsendem Hyperweizen. Die Tomaten gepflückt von Quasi-Sklavenarbeitern in Italien. Der Belag aus Pseudoschinken und Pseudokäse, der alles enthält außer Milch. Das alles legen ratternde Maschinen auf „Rundlinge“, wie Vincent Klink, der schwäbische Spitzenkoch, die TK-Pizzen nannte. Denn den Namen Pizza verdienen diese Dinger leider nicht. Was soll ich sagen? Ich hab auch ne Ofenfrische in der Kühltruhe. Und Pizza-Baguette.  Aber ich hab auch immer noch gut 10 Kilo Übergewicht. Nicht, dass ich dem Fast Food die Schuld gebe. Aber eins ist klar: Beim vorgefertigten Essen habe ich keinerlei Kontrolle darüber, was ich gerade esse. Industriell optimierte Nahrungsmittel müssen lange haltbar sein und jedem in jeder Lebenslage irgendwie schmecken. Das erreicht man mit Konservierungsstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern (und Fett).

Vielleicht sollte ich einfach die Weight Watchers Weight Watchers sein lassen und wirklich mal versuchen, mich einfach ausgewogen und halbwegs gesund zu ernähren? Ich schaffe es sowieso seit Monaten nicht, wieder in den Punktezähl-Plan zu kommen. Irgendwie habe ich nur immer das Gefühl, dass das zum Fulltime-Job ausartet: Bewusst regional einkaufen heißt viel planen, und das Zubereiten dauert eben auch…. Aber wieder mehr selbst kochen kann definitiv nicht schaden. Also dann…

2 Responses to “Ein doppeltes *Örgs*: Fast Food-Müll”

  1. Astrid Ann Jabusch sagt:

    Huhu,

    hast recht, Fast Food ist Fast Müll.
    Aber keine Angst: Ich bringe gute handgefertigte orientalische Süßigkeiten mit. Natürlich auch für meine Weight Watchersgruppe *kicher* (Sollen die doch mal eben 3 PP einkalkulieren. Na und?)

    Liebe Grüße
    Astrid, etwas geschwächt durch das, was man andernorts Montezumas Rache nennt

  2. barbara sagt:

    hm. yammi. :-))) viel Spaß noch im Nahen Osten und Grüße an deinen Götterpartner:-).

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