Schokoladenattacke

Jetzt ist es passiert – nach 17 Wochen tapfer Punktezählen: Ich hatte gestern einen Schokoladenanfall. Dem fielen ein halbes Dutzend Amicelli, eine Tafel Ritter Sport mit Keks und ein Becher Mousse au Chocolat zum Opfer …

Aber ich kämpfe gerade auch unter erschwerten Bedingungen: Marions Mutter ist nach einem Oberschenkelhalsbruch einschl. gebrochenes linkes Handgelenk aus der Klinik wieder zu Hause und braucht im Moment eine 24-Stunden-Betreuung. Marion und ich wechseln uns ab, das heißt ich verbringe den größten Teil meiner Zeit bei der Mutter, weil ich auch von deren Küchentisch aus arbeiten kann. Und jetzt kommt das wirklich Schlimme: Die Mutter ist schokoladensüchtig. Das heißt, seit 5 Tagen bin ich unaufhörlich umzingelt von Schokolade. Bei mir kommt das Zeug erst gar nicht in die Wohnung – was nicht da ist, ess ich nicht 🙂 Aber hier … und da es ziemlich anstrengend ist, eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu leisten und sich hin und wieder ein kleines Früstchen einschleicht, unterlag gestern mein eiserner Wille der Gier nach dem fettigen, süßen Zeug.

Heute Morgen habe ich natürlich ein schlechtes Gewissen – und ein bisschen übel ist mir auch noch. Ich vertrage offenbar nicht mehr so viel fettes Schokozeug. Ganz hinten in meinem Kopf mault ein kleines Stimmchen „Wieso tust du dir überhaupt den ganzen Diät-Kram an. Lass es doch einfach“. Das Stimmchen kenn ich schon und ich lasse mich nicht beirren: Heute Morgen habe ich wieder brav meine Punkte aufgeschrieben – und zum Frühstück gibt’s Müsli mit Obst. Jetzt erst recht, jawoll!!

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