Höflichkeit ist aller Pfunde Anfang

… vor allem in der Weihnachtszeit, wenn man alle naselang eingeladen ist. Aus Höflichkeit ein Stückchen Kuchen nehmen, den Teller leer essen, die selbstgebackenen Kekse probieren, die geschenkten Dominosteine nicht weiterverschenken oder gar (was für ein Frevel!) in den Müll werfen, sondern selbst futtern. Und so summiert sich ein Pünktchen zum nächsten, ein Pfündchen folgten dem vorigen.

Ich übe mich jetzt im Neinsagen. Denn wenn ich mal genau hinsehe und -fühle, geht es mir nach dem zweiten Stück Kuchen nicht gut. Der leer gegessene Teller macht mich nicht mal vorübergehend glücklich, sondern wenn ich – wie unlängst – versuche, die zweite Portion, die ich mir hab geben lassen, weil es so lecker war, auch aufzuessen – eben aus Höflichkeit -, obwohl ich bereits nach dem zweiten Bissen bemerkt habe, dass ich pappensatt bin, dann geht es mir schlecht, und das teilweise im wörtlichen Sinne. Ich hab die Hälfte liegenlassen. Die Gastgeberin war zunächst irritiert und packte mir dann ein Doggy-bag. Marion hat sich am nächsten Morgen mit großem Appetit darüber hergemacht (kalter Hase :-) ) – und mir blieben die völlig überflüssigen Punkte erspart.

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