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- 27.4.2011: Es hilft ja alles nix.
- 17.4.2011: Das Glückliche-Tiere-Diät-Dilemma
- 17.3.2011: Ich hab's getan ...
- 12.3.2011: Kampf dem Jojo.
- 7.3.2011: Fastenzeit
- 27.12.2010: Adé Punktebuchhaltung!
- 24.12.2010: Höflichkeit ist aller Pfunde Anfang
- 24.11.2010: Tacheles ...
- 18.11.2010: Punkte-Pause
- 15.11.2010: Pointszählen reloaded mit Facebookmotivation
Verfasser-Archiv
Das Glückliche-Tiere-Diät-Dilemma
17.4.2011 von anja.
Nun faste ich ja schon eine ganze Weile, esse also unter anderem kein totes Tier … aber Käse, Eier, Milch (na gut, die trinke ich, die esse ich nicht). Und damit wir Käse und Milch haben, müssen Kühe Kälbchen bekommen, die dann geschlachtet werden, weil was soll der Bauer mit so viel Rindviechern (bei Ziegen und Schafen ist das übrigens ganz genauso: kein Nachwuchs für die Schlachtbank, keine Milch, kein Käse). Zwar haben Marion und ich schon lange auf überwiegend Bio umgestellt, nicht nur beim Grünfutter, sondern auch beim Fleisch, beim Käse, bei der Milch … aber aus Faulheit oder auch manchmal (notwendiger) Sparsamkeit und dem Unwillen, auf ein Stück Fleisch zu verzichten, doch konventionelle Produkte gekauft.
Aber nun las ich einen Artikel über Jonathan Safran Foers Buch “Tiere essen” im Handelsblatt. Da war ich erst mal ziemlich froh, dass ich grad kein Fleisch esse. Und ich nahm mir fest vor, wenn schon nicht vegan (und das will ich nicht … ja, ja, der Geist ist willig, aber das Fleisch - in diesem Falle meines - ist schwach), dann wenigstens so ethisch in Ordnung wie möglich. Also wirklich nur noch bio, bio, bio bei tierischen Produkten. Und damit geriet ich in das Glückliche-Tiere-Diät-Dilemma: es gibt so gut wie keine fettarmen Bio-Käse. Biojoghurt gibt’s inzwischen mit 0,1-0,3 Prozent Fett, fettarme Bio-Milch gibt’s eh schon lange, aber bei Bio-Käse gelten schon 45 Prozent i. Tr. als total mager. Ein anständiger Biokäse hat mindestens 50 Prozent (und schmeckt entsprechend lecker
)
Was tun? Zunächst habe ich hin und wieder doch mit reichlich schlechtem Gewissen konventionellen fettarmen Käse gekauft. Aber zum einen war da eben der Gedanken an Tiere, die noch halb bei Bewusstsein in ihre Einzelteile zersägt werden, der mir den Appetit nahm, und zum anderen schmecken die meisten fettarmen Käse ziemlich langweilig. Und dann besann ich mich eines hübschen Haushaltsgeräts, das ich mir vor langem angeschafft, aber so gut wie nie benutzt hatte (ein Schicksal, das wohl viele Haushaltsgeräte teilen …): Der Käsehobel. Ich kaufte also (unglaublich leckeren) 50-%-Käse im Bioladen und hobelte ihn in ganz dünnen Streifen auf mein Brot. Und siehe da: es war grad mal ein schlapper Punkt mehr, aber für mindestens 100 Punkte mehr Geschmack - ganz zu schweigen von dem blütenreinen Gewissen, das ich hatte. Seitdem kommt mir kein konventioneller Käse mehr in den Kühlschrank …
Was ich mache, wenn ich essen gehe oder eingeladen bin, das habe ich noch nicht entschieden … bloß das fantastische Steakhaus, das Marion und ich vor dem Fasten (und vor dem Lesen des Artikels) entdeckt hatten, habe ich wieder von der Liste meiner Lieblingsrestaurants gestrichen.
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Ich hab’s getan …
17.3.2011 von anja.
Ich hab mich für den Anfängerreitkurs im Reitzentrum Reken angemeldet. Ich hab vorher nie was erwähnt bzw. gepostet, weil ich ja nicht wusste, ob’s klappt
Aber ich hatte mir versprochen, wenn ich die 90-Kilo-Grenze knacke, buche ich den Reitkurs. Ich wollte schon als Kind reiten, aber da meine Mutter Pferde doof und deren Geruch eklig findet, ist daraus nie was geworden. In Berlin war Reiten lange Zeit zu teuer für mich und dann war ich irgendwann zu dick - erst gefühlt und dann wirklich. Denn die meisten Reithallen, Kursanbieter etc. haben eine Pferdebelastungsobergrenze, die je nach Anbieter zwischen 80 und 90 Kilo schwankt (der Reitkurs beim Unisport scheiterte beispielsweise an der 80-Kilo-Grenze - keine Ahnung, was große, muskulöse Männer machen, vielleicht stattdessen Motorrad fahren). In Reken bieten sie den Kurs zwar auch für Leute über 90 Kilo an. Aber dann muss man sich anmelden und ein “Schwerlastpferd” vorbestellen. Und das war mir einfach peinlich … Außerdem ist so eine Wunscherfüllung, die nicht mit essen, sondern mit Sport zu tun hat, natürlich eine super Motivation. Und da ich endlich, endlich seit 5 Tagen unter 90 Kilo bin, fand ich’s an der Zeit mich anzumelden. Der Kurs ist Anfang September und bis dahin will ich nicht mehr als 80 Kilo wiegen. Und dann geht’s total beschwingt und leicht aufs Pferd (und hoffentlich nicht genauso schnell, beschwingt und leicht wieder runter - padauz …)
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Fastenzeit
7.3.2011 von anja.
Dieses Blog ist nicht tot … lag aber zugegebenermaßen lange im Koma. Ich nicht. Ich war beschäftigt, allerdings nicht immer mit Punktezählen. An den Weihnachtsfeiertagen habe ich irgendwann das Nein-Sagen aufgegeben, habe kapituliert
Aber immerhin habe ich dank tapferer Nein-Sager-Bemühungen dieses Jahr nur ein Pfund über Weihnachten zugelegt. Das ist ja schon mal ein Erfolg. Aber seitdem fällt es mir schwer, wieder ins Punktezählen reinzukommen. Nicht, dass ich überhaupt nicht zählen würde, aber immer wieder reißen mich kleinere (z. B. mein Geburtstag) und größere Ereignisse (z. B. ein 5-tägiger Mutterbesuch) aus meiner Punkte-Routine. Deshalb umkreise ich immer noch die 90-Kilo-Schwelle wie eine Fliege den Hundehaufen. Bin mal drüber, mal drunter (dann freu ich mich), dann wieder ein bisschen drüber …
Aber nun wird alles anders. Morgen beginnt die Fastenzeit (das närrische Treiben habe ich mir ersparrt, obwohl die Jecken inzwischen auch in Berlin ihr Unwesen treiben, aber ich bin nicht umsonst vor über 25 Jahren aus dem Rheinland nach Berlin geflohen). Marion und ich nutzen die Fasten Zeit jedes Jahr, um liebe, aber schädliche oder einfach nur sinnlose Gewohnheiten zu durchbrechen. Das bedeutet im Klartext: Kein Fernsehen, keine Computerspiele (stattdessen mehr “Qualitätszeit”), kein Alkohol oder andere Drogen
also auch keine Schokolode, bzw. überhaupt nichts Süßes und kein Fleisch. Das klingt erst mal schlimm, aber ich freu mich richtig drauf. Denn in der Fastenzeit fühle ich mich gesünder, schaffe viel mehr von den Dingen, die ich mir vorgenommen habe und bin am Ende stolz, wenn ich durchgehalten habe.
Und Ostern gibt’s ganz klassisch Lamm und einen leckeren, leckeren Nachtisch …
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Höflichkeit ist aller Pfunde Anfang
24.12.2010 von anja.
… vor allem in der Weihnachtszeit, wenn man alle naselang eingeladen ist. Aus Höflichkeit ein Stückchen Kuchen nehmen, den Teller leer essen, die selbstgebackenen Kekse probieren, die geschenkten Dominosteine nicht weiterverschenken oder gar (was für ein Frevel!) in den Müll werfen, sondern selbst futtern. Und so summiert sich ein Pünktchen zum nächsten, ein Pfündchen folgten dem vorigen.
Ich übe mich jetzt im Neinsagen. Denn wenn ich mal genau hinsehe und -fühle, geht es mir nach dem zweiten Stück Kuchen nicht gut. Der leer gegessene Teller macht mich nicht mal vorübergehend glücklich, sondern wenn ich - wie unlängst - versuche, die zweite Portion, die ich mir hab geben lassen, weil es so lecker war, auch aufzuessen - eben aus Höflichkeit -, obwohl ich bereits nach dem zweiten Bissen bemerkt habe, dass ich pappensatt bin, dann geht es mir schlecht, und das teilweise im wörtlichen Sinne. Ich hab die Hälfte liegenlassen. Die Gastgeberin war zunächst irritiert und packte mir dann ein Doggy-bag. Marion hat sich am nächsten Morgen mit großem Appetit darüber hergemacht (kalter Hase
) - und mir blieben die völlig überflüssigen Punkte erspart.
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Tacheles …
24.11.2010 von anja.
Barbara hat sich beschwert, dass ich zwar hin und wieder was zu meinen Abnahmen verlauten lasse, aber die absoluten Kilos diskret verschweige. Jetzt rede bzw. blogge ich also Tacheles: Heute morgen betrug mein Lebendgewicht - nackig, vor dem ersten Kaffee und nach dem ersten Toilettengang - 92,9 Kilogramm. Montagabend bei den Weight Watchers betrug mein Lebendgewicht - nicht nackig, weit nach dem dritten Kaffee und nach dem zigsten Toilettengang an diesem Tage - 95,7 Kilogramm. Und damit kann ich eine positive Bilanz des 4-Tage-keine-Punkte-zählen-Experiments ziehen: Ich habe abgenommen. Aber das lag vermutlich daran, dass ich zwar, wenn es denn was gab, gefuttert habe, was das Buffet so hergab, aber dazwischen bin ich nicht zum Essen gekommen und ich bin rumgeflitzt, als würde ich dafür bezahlt - von morgens neun bis abends weit nach Mitternacht. Ohne die Rumflitzerei hätte das bestimmt nicht geklappt. Ab heute zähle ich wieder brav Punkte und habe mir zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres auf der Weight-Watchers-Waage (angezogen und abends) unter 93 Kilo zu kommen (also 92,9 Kilo
) und zu Hause (nackig und morgens) unter 91 Kilo.
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Punkte-Pause
18.11.2010 von anja.
Heute beginnt “Zerstöckelt - 1. Berliner Frauenkrimifestival“, das ich (und Barbara auch) mitorganisiert habe. Das heißt, ich werde gleich zum Veranstaltungsort Alte Pumpe sausen und Sonntagnachmittag aus dem Festivalstress wieder auftauchen.
Erst wollte ich schreiben, dass ich deshalb keine Zeit habe, Punkte zu zählen. Aber die Wahrheit ist: Zeit hätte ich, ich hab bloß keine Lust. Ich vertraue darauf, dass a) mein Unterbewusstes inzwischen so vertraut ist mit pointsarmen, gesunden Nahrungsmitteln, dass ich schon das Richtige auswählen werde und b) ich mich soviel bewege und hin- und herrenne, dass ich eine Menge Aktivpunkte schinde.
Ich werde berichten, wie das Experiment gelaufen ist.
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Schokoladenattacke
14.11.2010 von anja.
Jetzt ist es passiert - nach 17 Wochen tapfer Punktezählen: Ich hatte gestern einen Schokoladenanfall. Dem fielen ein halbes Dutzend Amicelli, eine Tafel Ritter Sport mit Keks und ein Becher Mousse au Chocolat zum Opfer …
Aber ich kämpfe gerade auch unter erschwerten Bedingungen: Marions Mutter ist nach einem Oberschenkelhalsbruch einschl. gebrochenes linkes Handgelenk aus der Klinik wieder zu Hause und braucht im Moment eine 24-Stunden-Betreuung. Marion und ich wechseln uns ab, das heißt ich verbringe den größten Teil meiner Zeit bei der Mutter, weil ich auch von deren Küchentisch aus arbeiten kann. Und jetzt kommt das wirklich Schlimme: Die Mutter ist schokoladensüchtig. Das heißt, seit 5 Tagen bin ich unaufhörlich umzingelt von Schokolade. Bei mir kommt das Zeug erst gar nicht in die Wohnung - was nicht da ist, ess ich nicht
Aber hier … und da es ziemlich anstrengend ist, eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu leisten und sich hin und wieder ein kleines Früstchen einschleicht, unterlag gestern mein eiserner Wille der Gier nach dem fettigen, süßen Zeug.
Heute Morgen habe ich natürlich ein schlechtes Gewissen - und ein bisschen übel ist mir auch noch. Ich vertrage offenbar nicht mehr so viel fettes Schokozeug. Ganz hinten in meinem Kopf mault ein kleines Stimmchen “Wieso tust du dir überhaupt den ganzen Diät-Kram an. Lass es doch einfach”. Das Stimmchen kenn ich schon und ich lasse mich nicht beirren: Heute Morgen habe ich wieder brav meine Punkte aufgeschrieben - und zum Frühstück gibt’s Müsli mit Obst. Jetzt erst recht, jawoll!!
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Trotz Stress geht’s weiter runter
11.10.2010 von anja.
Die letzten beiden Wochen waren ziemlich chaotisch und arbeitsintensiv. Mit Essen planen war nicht viel, zwischendrin hat Marion gekocht - danke, liebe Marion -, aber ich hatte so gut wie nie Zeit, mich ums Essen zu kümmern. Meine Waage beschrieb denn auch immer tapfer eine Wellenlinie - mal rauf, mal runter, hätte ich es grafisch abgebildet, hätte es mich verschärft an meinen Mathe-Leistungskurs erinnert, irgendwas mit Sinus und Kosinus und Amplitude und all das Zeug. Genauso glücklich wie damals Sinus- und Kosinusfunktionen hat mich das Auf und Ab auf der Waage gemacht
Aber ich habe tapfer weiter Punkte gezählt. Augen zu und durch, war mein Motto. Meine Ernährung war zwar ausgesprochen gemüsearm und Weight-Watchers-Schokoriegel-reich, aber allein der starre Blick auf die Punkte hat’s gebracht: in zwei Wochen 1,2 Kilo weniger. Zugegeben, ich war zweimal Schwimmen,und die letzten 3 Sonntage tapfer im Fitnessstudio und hin und wieder mit dem Hund eine längere Runde, aber ohne die Bewegung wäre ich wahrscheinlich mit meinem Schreibtischstuhl fest verwachsen - und wer will das schon …
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Nur Wasser
30.9.2010 von anja.
… war’s gewesen, was mich gestern Morgen so erschreckte. Heute Morgen sind die 800g wieder weg und mit ihnen weitere 200 g. Dass einen was, was durchsichtig ist, weder spricht noch haut und null Kalorien hat, so bösartig in Panik versetzen und einem den Tag versauen kann, ist schon erstaunlich ![]()
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Viel wandern …
29.9.2010 von anja.
hilft viel. Und wenn man dann immer mal wieder vor geschlossenen Jausenstationen und Almrestaurants steht, weil man sich in der Strecke verschätzt hat, hilft das auch immens beim Abnehmen: 3,2 Kilo weniger.
Aber die Nachurlaubsphase ist echt hart. Nachdem ich so euphorisch mit über 3 Kilo weniger aus dem Urlaub zurückgekommen bin, habe ich in der letzten Woche nur 100 g abgenommen. Und da ich Huhn mich beim Eintragen ins Onlineprogramm vertippt habe - habe dort statt 100,6 tatsächlich 100,4 Kilo angegeben (da war der Wunsch vielleicht Vater des Gedankens), sagt mir das blöde Programm, ich hätte 100 g zugenommen. Es kann ja nicht wissen, dass ich einen Eingabefehler gemacht habe. Wieso nur 100 g runter sind? Tja, vielleicht das fehlende Wandern? Dabei habe ich, seit ich wieder aus dem Urlaub bin, morgens brav meine Viertelstunde Gymnastik gemacht, war zweimal mit dem Hund Walken und einmal im Fitnessstudio (dabei musste ich entsetzt feststellen, dass ich seit über einem Jahr nicht mehr dort gewesen bin - inzwischen gibts neue Karten und ein neues Schließsystem
)
Heute Morgen dann der Oberschock: 800 g mehr als gestern.Trotz Punkte eingehalten, Gymnastik und Spaziergang mit dem Hund. Das kann nur Wasser sein …
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