Archive for the ‘Di’ Category

Tja, nun muss ich es wohl zugeben:

Samstag, Mai 1st, 2010

Ich habe zugenommen, seufz. Zwar nur ein gutes Kilo (aktuelles Gewicht 104,6), aber der Plan war ein anderer.

Selbstbetrug und Verzögerungstaktiken

Mal eine gute Gelegenheit, sich über so nette Abwehr- und Vermeidungsstrategien wie Selbstbetrug und Hinauszögern Gedanken zu machen. Denn der Grund, warum ich so lange nicht gebloggt habe, war: Ich dachte, verdammt, das blöde Kilo muss doch runtergehen. Ging es aber nicht. Nach Ostern bin ich einfach nicht mehr in die SIS-Diät reingekommen. Einladungen, Frust, keinen Plan fürs Essen – Gründe gab es reichlich. Eigentlich kein Problem, hätte ich der Realität in ihre moppelige Fratze geblickt und einen neuen Anlauf genommen. Aber mir war es peinlich, wie inkonsequent und disziplinlos ich war – vor mir selbst und vor dem Rest der Welt. Also habe ich mir eingeredet: nur ein paar Tage weniger essen, dann hast du das Kilo wieder runter und keiner hat gemerkt, dass es überhaupt mal drauf war. Hat natürlich nicht geklappt. Das heißt, hat schon geklappt. Und hätte ich danach mit der Diät weitergemacht, hätte es auch niemand gemerkt. Aber ein paar Tage später war das Kilo wieder da. Schwupps. Und wieder: keiner sieht’s, keiner merkt’s, wenn ich bloß ein paar Tage weniger esse. Uswusf. Die Tage weniger essen waren aber eben keine Diät, sondern einfach fdh. Und das ist frustrierend und führt zu anschließendem Mehressen …

Keine Vorwürfe, sondern neu anfangen

Ich war natürlich frustriert über dieses Auf und Ab. Hoffte ein bisschen auf ein Wunder – vielleicht war’s ja nur Wasser und ist morgen wieder weg; vielleicht fang ich automatisch wieder mit SIS an, einfach weil mein Körper das will (haha, lustiger Gedanke, mein Körper will aber meistens was anderes als kontrolliert essen); usw. Gleichzeitig war ich zerfressen von schlechtem Gewissen, weil ich nicht auf das Essen achte, weil ich nicht mehr blogge und überhaupt, weil ich mich mal wieder vergeblichen Hoffnungen hingebe. Als dieses ganze Theater kein Ende zu nehmen schien (und Barbara mal fragte, warum ich denn im Moment nicht blogge 🙂 ), habe ich mir gesagt: Jetzt reicht’s, fang einfach neu an.

Und das genau ist das Beste, was ich tun kann nach so einer Frust-Fress-Kilo-rauf-und-runter-Phase: einen Schnitt machen, alle Selbstgeißelungen und Vorwürfe vergessen (oder wenn’s sein muss brutal verdrängen) und einfach neu anfangen. Und genau das habe ich heute gemacht.

Aller Anfang ist schwer, auch der Neuanfang

Es fällt mir wieder so schwer wie am ersten Tag, morgens nur Kohlehydrate, mittags gemischt und abends nur Eiweiß und Gemüse – und dazwischen 5 Stunden Pause. Aber ich weiß ja, dass es besser wird und irgendwann die 5 Stunden Pause kein Problem mehr sind. Und damit ich aus Langeweile und Planlosigkeit im Laufe der nächsten Woche nicht wieder ins Durcheinanderfuttern verfalle, mache ich morgen einen Essensplan für die nächste Woche. Ich werde dann berichten, wie es läuft.

103,4 :-)

Donnerstag, April 1st, 2010

Ich bin rundum zufrieden … 1 Kilo weniger als das Monatsziel, habe also 2 Kilo im März abgenommen. Und das, obwohl ich mich zwischenzeitlich so gar nicht an die Diät gehalten habe. Aber ich vermute, dass zwei Dinge zum Erfolg führten: a) Ich habe nach dem Schwachwerden immer wieder angefangen mit der Diät und b) ich habe zwischendurch heftig im Garten gewerkelt – u. a. zwei Büsche gekappt und die Wurzeln ausgegraben, eine Schweinearbeit.

Entsprechend gelassen sehe ich Ostern entgegen. Ich mag ich über Ostern nicht kasteien, dazu ist schließlich die Fastenzeit da – die ich mit Ausnahme eines Abends, an dem wir zum Essen eingeladen waren und Hähnchen und Wein aßen bzw. tranken – tapfer durchgehalten habe. Danach gibt’s wieder schlank im Schlaf und viel Bewegung: der Garten schreit laut nach Bearbeitung.

105,8 – doch wieder Kalorienzählen

Montag, Februar 22nd, 2010

Zwar habe ich die letzte Woche tapfer SIS eingehalten, ebenso wie seit Aschermittwoch keine Süßigkeiten, kein Fleisch, kein Alkohol – aber ich habe nicht auf die Kalorien geachtet (und nicht wirklich Sport gemacht, sieht man mal von ein paar Hundespaziergängen und dem Streichen einer Wand in der Küche ab). Das Resultat: Ich habe mein Gewicht gehalten – mehr oder minder. Das ist zwar auch schön und für die Zukunft beruhigend. Aber um Abzunehmen, muss ich offenbar doch Kalorien zählen. Heute habe ich wieder damit angefangen.

85,8 (-900 Gramm)

Donnerstag, Februar 18th, 2010

Es geht voran, oder besser gesagt abwärts auf der Waage. Wieder 900 Gramm weniger. Damit habe ich mich erst einmal auf Platz 2 unseres Wettstreits gesetzt – juchu;-). Mir passt jetzt die 44 wieder ganz locker und sogar in einige 42er Hosen passe ich wieder leidlich rein. Das tut so gut. Ich darf nur nicht in unserem Blog-Archiv wühlen und drüber nachdenken, dass ich mir den Stress auch hätte sparen können, wenn ich letztes Jahr etwas konzentrierter gewesen wäre.  Letztes Jahr war irgendwann die 85 eine magische Grenze, die mich total gefrustet hat, weil ich sie nach oben überschritten habe – jetzt ist sie meine magische Grenze, die mich erfreut, weil ich sie auf dem Weg nach unten „knacken“ will. Alles eine Frage der Position des Waagenzeigers;-).

Fastenzeit

Mittwoch, Februar 17th, 2010

Am Aschermittwoch ist alles vorbei … als ich noch in der Voreifel lebte, habe ich den Aschermittwoch herbeigesehnt, denn ich bin bekennender Karnevalsmuffel. Deshalb (u. a.) trieb es mich auch zum Studieren und Leben nach Berlin – keine Jecken weit und breit. Damit hatte der Aschermittwoch seine Bedeutung verloren – als Tag der Erlösung vom pappnasigen, alkoholseligen, schunkelnden Kamellegrauen. Aber dann habe ich die Fastenzeit entdeckt … eine feste Zeit im Jahr, in der ich mit (schlechten) Gewohnheiten breche, mal aus dem bequemen Trott ausschere. Klar, könnte ich das jederzeit tun, aber ich finde so einen Rahmen ganz praktisch. Und ein Ende ist absehbar: wenn der Osterhase hoppelt, ist alles vorbei 🙂

In der Fastenzeit vermeide ich all die liebgewordenen, aber überflüssigen, teils auch schädlichen Gewohnheiten – über die ich mich auch oft genug ärgere: zum Beispiel das Spielen am Computer – ob nun Sims oder Solitaire, beides lenkt schön ab, frisst aber auch eine Menge Zeit; oder das vor dem Fernseher Rumhängen. Und dann natürlich auch Essen: In der Fastenzeit gibt’s keine Süßigkeiten, keinen Kuchen, kein Fleisch und keinen Alkohol. Und das hat hoffentlich nicht nur Auswirkungen auf meine Gesundheit, sondern auch auf mein Gewicht.

Einziges Manko: Die abendliche SIS-Abendmahlzeit, bei der es nur Eiweißhaltiges und Gemüse geben darf, wird als vegetarische Variante eine Herausforderung!

Geknackt! Die 5%-Hürde:-)

Donnerstag, Februar 11th, 2010

Tataaa: 86,9. Obwohl ich wahrlich keine disziplinierte Woche hinter mir habe, waren es dann doch weitere 500 Gramm weniger. Damit habe ich 5% meines Anfangsgewichts verloren und das erste Teilziel erreicht. Als Belohnung gab es das Weightwatchers-Maßband. Damit kann man seinen BMI checken und außerdem ist (für Männlein und Weiblein) farbig markiert, in welchem Bereich man sich taillenmäßig so befindet. Der rote Bereich zeigt „auweia – ungesund“ an, gelb steht für „wir sind mal nicht so: leidlich ok“ und grün für „feinfein: bitte halten!“. Ich bin (wen wundert’s – als Apfeltyp hat man ja sowieso grundsätzlich gesundheitstechnisch die Arschkarte gezogen) noch dicke im roten Bereich – und mich trennen Lichtjahre (besser gesagt satte 10 cm) vom gelben Bereich. Fernziele können auch frustrieren. Das nächste Etappenziel sind deshalb erst einmal die nächsten 5 Kilo, bzw. die 10 % Hürde.

Außerdem machen wir in der Gruppe seit letzter Woche ein Wettwiegen. Die drei, die bis Ostern das meiste Gewicht verloren haben, bekommen einen Einkaufsgutschein. Da ich alles mitnehme, was motivationstechnisch so angeboten wird, habe ich mich gleich in die Liste eingetragen. Platz eins hat jetzt schon unser einziger Mann in der Runde. Echt fies, Männer haben locker 10 Punkte mehr pro Tag zur Verfügung und nehmen auch noch kinderleicht ab. Die Waagenwelt ist schlecht.

105,9

Montag, Februar 8th, 2010

Ja, es geht weiter. Ich bin auch – bis auf gestern – sehr tapfer gewesen. Aber so ca. 1800 Kalorien braucht mein Körper schon. Das hat er mir Mittwoch deutlich gezeigt. Ich hatte am Dienstag gezwungermaßen mein Abendessen ausfallen lassen – ein Termin jagte den nächsten. Als ich spät abends nach Hause kam, gab es dort nichts, was ich hätte essen dürfen und wollen. Also ging ich ins Bett, ein bisschen mit dem Hintergedanken: Dinercancelling hilft vielleicht noch mal zusätzlich, ein paar Gramm zu verlieren. Am nächsten Tag wachte ich mich ziemlichem Kohldampf auf. Zum Frühstück gab’s, wie fast immer, Müsli mit Obst. Aber das hielt diesmal nicht so lange vor wie sonst. Zum Mittagessen habe ich Nudeln mit Pesto, frischen Kirschtomaten und Parmesan gemacht. Und da habe ich so viel gefuttert, bis mein Magen endlich „satt“ ans Hirn sendete. Als ich dann abends alle Kalorien nachrechnete, hatte ich in etwa so viel Kalorien mehr gefuttert wie ich am Vortag eingespart hatte. Kurz befürchtete ich, dieser Nudelanfall könnte sich über die nächsten Tage ziehen. Aber umsonst gefürchtet. Am Donnerstag war alles wieder in Ordnung, drei Mahlzeiten, etwa 1800 Kalorien und dabei nicht hungrig. Was sagt uns das? Viel (Kalorien sparen) hilft nicht immer viel …

Die Kilos schwinden weiter

Donnerstag, Februar 4th, 2010

87,4 im Treffen. Wieder ein Kilo. Hurra! Inklusive einer riesengroßen Pizza, die ich mir am Dienstag Abend gegönnt habe. Dies Extrapoints sind eine wirklich feine Sache, die das Pointszählen sehr entspannen. Doch die Erfolge sind unterschiedlich – neben mir saß eine ältere Dame, die seit Dezember wieder Punkte zählt und noch kein Gramm abgenommen hat. Verständlicherweise war sie not amused über das neue System und hat skeptisch alles mit den alten Punkte durchgerechnet: Doch es haut alles hin, sagt sie. Der einzige Herr in der Runde stieß letzte Woche hinzu – und hat heute bereits sein erstes 3-Kilo-Sternchen bekommen. Nach einer Woche! Eine andere Dame bekam heute ihren Gold-Mitgliedsausweis (und darf damit ab jetzt an allen Treffen kostenlos teilnehmen, was einige auch tun. Man könnte ja denken, dass sich das Thema Treffen erledigt hat. Aber vielleicht ist es ganz gut, auch in der Haltephase am Ball zu bleiben – bis zum Halten bin ich aber bisher nie gekommen;-))….). Sie hat auf jeden Fall seit März 2009 25 Kilo abgenommen und will weitermachen, bis sie in Größe 36/38 passt.

Vor mir liegen noch ca. 15 Kilo bis zum Ziel – und mir reicht (die deutsche) Kleidergröße 40/42:-).

Ökotest entlarvt dicke Diätlügen

Mittwoch, Februar 3rd, 2010

Irgendwie wissen wir das ja instinktiv: Schlankheitsmittelchen, die uns versprechen, dass wir in 4 Wochen 15 Kilo  verlieren können, lügen.  Das ist jetzt auch amtlich: Die Zeitschrift Ökotest hat für ihre Februarausgabe 47 Produkte getestet, von CM3 über Drogerie-Fett-Controll-Tabletten bis zu Formoline. Vom Appetitzügler über den Mahlzeitenersatz bis zum angeblichen  Fettverbrennungsturbo. 44 Produkte bekamen das Gesamturteil „ungenügend“ oder „mangelhaft“.

Am besten schnitten die Alli Hartkaspeln ab – mit dem Testurteil „befriedigend“. Sie sollen die Fettresorption vermindern. Auf gut Deutsch: Das Fett soll unverarbeitet einfach durch den Darm hinten wieder rausrutschen:-). Der Wirkstoff Orlistat hemmt die Spaltung von Fett im Dünndarm. Was wohl auch funktioniert, aber sehr unangenehme Nebenwirkungen haben kann, wie man sich bildhaft vorstellen kann (und wovon viele Nutzer im Internet berichten). Markus Lauss hat das in seinem Blog sehr anschaulich zusammen gefasst. Bei der Lektüre der Erfahrungsberichte kam mir der Verdacht, dass diese Pille mit einer guten Portion schwarzer Pädagogik funktioniert: Wer fettreich isst, bekommt richtig Probleme, wenn er nicht rechzeitig die nächstgelegenen sanitären Anlagen aufsucht. Da klappt’s dann auch mit der Ernährungsumstellung. Wenn ich aber sowieso kalorien- und fettreduziert essen soll, weil das sonst peinliche Folgen hat, dann brauch ich auch keine teure Pille mehr für’s Abnehmen.

Im Gesamtvergleich ganz gut kam auch noch Slim-Fast weg (Note „ausreichend“). Dieser Shake dient ja als Mahlzeitenersatz und kann – so Ökotest – zumindest den Einstieg ins Abnehmen erleichtern. Die Redakteure bemängeln aber den fehlenden Lerneffekt  – durchs Umrühren von SchokoVanilleErdbeershakes lernt man nicht, wie man sich langfristig gesund ernährt. Außerdem ist das ganze geschmacklich auf Dauer monoton. Deshalb wurde das Prinzip Mahlzeitenersatz von den Testern um zwei Noten abgewertet.

CM3 Alginat ist das dritte Produkt, das besser als mangelhaft bewertet wurde (ebenfalls mit „ausreichend„).  Dabei quellen kleine Schwämmchen im Magen auf und suggerieren ein Sättigungsgefühl. Das Prinzip: Gefüllter Magen – weniger Hunger – weniger Essen – weniger Kalorien – Gewichtsabnahme. Insgesamt scheinen die Studien hier aber nicht allzu überzeugend zu sein.

Was wohl gar nicht funktioniert sind diese ganzen angeblichen Wunderstoffe, die Fett verbrennen sollen. In einigen dieser Mittelchen fanden die Öko-Testlabors sogar Pestizide.

Also – es hilft alles nichts: Wer Fett verbrennen will, kommt um Sport und Muskelaufbau nicht herum. Und nur, wer ein Energiedefizit herstellt – also mehr Kalorien verbraucht als er zu sich nimmt – nimmt ab.

106,9 … Von nun an ging’s bergab

Montag, Februar 1st, 2010

Ha, zwei Kilo in der ersten Woche. Das ist doch schon was. Und das mit (der modifizierten Anja-Spezial-Variante von) Schlank im Schlaf.

Schlank im Schlaf – das Prinzip

Bei Schlank im Schlaf handelt es sich um eine so genannte Insulin-Trennkost, die der Arzt Detlef Pape in Deutschland bekannt gemacht hat. Das Grundprinzip ist einfach: Geht man davon aus, dass die Fettverbrennung (das hässliche Fett in den Körperzellen ist gemeint) durch Insulinausschüttungen gebremst wird, heißt das Ziel, die Insulinausschüttungen gering zu halten. Schlank im Schlaf (von Anhängern auch kurz SIS genannt) meint, durch die Kombi von Kohlehydraten und tierischem Eiweiß wird der Insulinspiegel im Blut besonders in die Höhe getrieben. Deswegen werden selbige möglichst nicht zusammen gefuttert. Dabei zählen zu Kohlenhydraten vor allem die aus Stärke und (Frucht-)zucker. Morgens darf man selbige futtern, um in Schwung zu kommen. Denn Kohlenhydrate bringen schnell Energie (deswegen gibt es vor Marathonläufen die berühmten Nudelschlachten). Morgens gibt es also Brötchen, Brot, Marmelade, Nutella, Obst, Müsli, Saft etc. Mittags ist der Körper (und der Mensch) munter, es darf gegessen werden, was Kantine und Kühlschrank hergeben – also Eiweiß und Kohlenhydrate gemischt. Abends gibt es nur Eiweiß (Käse, Quark, Eier, Fleisch etc.), ergänzt durch Gemüse und Salat (obwohl das auch Kohlenhydrate sind, aber angeblich keine „bösen“, die den Insulinspiegel hochtreiben). Und weil der Insulinspiegel so hübsch niedrig bleibt, baut der Körper nun während des Schlafs verschärft fett ab und regeneriert mit Hilfe des Eiweiß die Körperzellen.

Zwischen den Mahlzeiten 5 Stunden Pause

Das klingt natürlich alles schicken. Ein bisschen Nahrungsmittel trennen und ansonsten futtern bis der Arzt kommt. Aber klar, so einfach ist es nicht. Auch diese Diät hat mehrere Haken – die aber nicht wirklich welche sind, wie ich finde. Der erste Haken: Es gibt genau drei Mahlzeiten am Tag – Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Und zwischen diesen drei Mahlzeiten sollen mindestens 5 Stunden Pause liegen, damit der Insulinspiegel sinkt und die Fettverbrennung angeregt wird. Wenn einen der Hunger überfällt gibt’s kein Obst (wegen bösen Fruchtzuckerkohlenhydraten), sondern höchstens ein Ei oder eine Scheibe Käse oder Wurst. Haken Nr. 2: Auch bei dieser Diät sollte man nicht mehr als 1800 Kalorien zu sich nehmen. Und damit ist klar: Ein Wundermittel gibt es nicht. Wer abnehmen will, muss sich beschränken. Denn Insulinspiegel hin oder her, Fett wird nur verbrannt, wenn der Körper mehr Kalorien umsetzt, als er zu sich nimmt. Und nun der dritte und letzte Haken: Auch bei SIS wird Bewegung empfohlen. Tja, die funktionierende No-Sports-Diät ist eben auch noch nicht erfunden.

Die Anja-Variante von SIS

Das Erste, was ich für mich festgestellt habe: Sojamilch, egal ob im Müsli oder im Kaffee, geht gar nicht. Also halte ich mich morgens nicht exakt an die Vorgaben. Ich esse zwar überwiegend Kohlenhydrate, aber in den Kaffee und ins Müsli kommt fettarme Milch. Ansonsten bin ich aber tapfer und verzichte auf tierisches Eiweiß. Ich habe übrigens vorher entweder gar nicht oder sehr spät gefrühstückt. Morgens bloß Kaffee getrunken. Aber ich habe festgestellt, seit ich morgens regelmäßig gut frühstücke (ca. 500-700 Kalorien), bin ich vormittags viel fitter und halte bis zum Mittagessen die 5 Stunden durch. Mittags ist natürlich sowieso kein Problem, da ich da ja essen kann, was ich will – ich versuche auch hier, zwischen 500 und 700 Kalorien zu essen. Abends ist es ein bisschen schwierig, weil so Magenfüller wie Nudeln ja verboten sind. Aber es muss nicht immer Fleisch sein. Letztens hatten wir einen sehr leckeren Kürbisauflauf mit Käse überbacken. Aber grundsätzlich ist diese Diät nicht wirklich vegetarierfreundlich. Die fünf Stunden halte ich inzwischen übrigens gut durch. Die ersten zwei, drei Tage hat mir der Magen so nach vier Stunden heftig geknurrt, aber inzwischen haben wir uns geeinigt, mein Magen und ich. Sehr angenehm finde ich, dass ich mir zwischen den Mahlzeiten keine Gedanken übers Essen machen muss. Also nicht die Frage, die mich eine halbe Stunde beschäftigt: Lenke ich mich jetzt mit einem Häppchen vom Arbeiten ab und wenn ja, mit welchem? Ich merke erst jetzt, wie viel ich zwischendurch und ganz nebenbei gefuttert habe. Und ich glaube, das ist bei mir der entscheidende Punkt, der mir jetzt hilft abzunehmen. Und von einer Mahlzeit mit 500-700 Kalorien werde ich gut satt – und zwar auch ziemlich lange. Ein weiterer Effekt: Ich fühle mich abends nicht mehr so vollgestopft – geht mit Salat, Gemüse und magerem Fleisch einfach nicht.

Mit der Bewegung hapert’s noch

Das mit der Bewegung klappt bei mir noch nicht so toll. Vor allem wenn ich viel zu tun habe, so wie zurzeit. Da bewege ich  mich vom Schreibtisch zum Bücherregal zum Klo zum Schreibtisch – aber das war’s auch schon. Aber ich versuche, mindestens einmal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen, wenigstens eine halbe Stunde aufs Fahrrad, den Stepper oder das Laufband. Diese Woche habe ich es geschafft. Und dann noch hin und wieder den Hund durch den Wald jagen, das ist schließlich auch Bewegung.

Also alles in allem für mich eine ganz praktikable Sache. Ich werde berichten, wie es weitergeht.