Archive for the ‘Motivation’ Category

Ich habe eine neue Waage!

Samstag, Juni 26th, 2010

…und die ist nett zu mir gewesen, als ich gleich mal schaute, was sie so von sich gibt, wenn ich mich draufstelle:-). Mal sehen, ob das die WeightWatchers-Waage genauso sieht! Denn ich war jetzt wieder fast 3 Wochen nicht bei den Treffen. Ganz schlecht. Ging aber nicht anders: Erst war ich fast eine ganze Woche in Freiburg, wegen eines Präsenzseminars (ich studiere ja gerade „fern“- mit einer Präsenzphase:-)). Das hieß 4 Tage Mensaessen zu Mittag (wobei die Mensa der PH Freiburg wirklich mit großem Abstand die beste Mensa ist, in der ich je war! Aber kalorienarm war es sicher nicht…). Abends waren wir immer „auswärts“ essen. Wo auch sonst. Tja, und diese Woche habe ich selbst ein Seminar gegeben und konnte mich am Donnerstag wieder nicht wiegen. Außerdem war meiner inneren Schlampe in letzter Zeit diese ganze Zählerei wieder viel zu aufwändig. *seufz*

Jetzt ist die innere Schlampe dran!

Donnerstag, Juni 10th, 2010

Erst neulich habe ich von meiner inneren Hedonistin berichtet, die nicht immer zielführende Strategien bezüglich meines Essverhaltens an den Tag legt. Diese Woche habe ich einen weiteren Persönlichkeitsanteil entdeckt, der mir das Abnehmen ganz schön schwer macht: Meine innere Schlampe.Meine innere Schlampe darf man sich wie eine Katze vorstellen, die sich auf einer Terrasse faul in der Sonne fläzt. Diese Schlampe sorgt dafür, dass ich mich sehr schnell und fast überall wunderbar entspannen kann, und auch in Stressituation die Ruhe bewahre. Wirklich eine tolle Sache, so eine Schlampe. Ich glaube, die meisten supergestressten Menschen und alle Super-Mamas dieser Welt hassen und beneiden mich für diesen Persönlichkeitsanteil;-). Ohne schlechtes Gewissen schaffe ich es, mir abends ein gutes Buch zu Gemüte zu führen, obwohl der halbe Haushalt laut aufschreit: Wäsche! Küche! Kram aufräumen! Hallo!?! Meine Schlampe liegt entspannt hinter mir und hält mir die Ohren zu. Also, eigentlich finde ich die Schlampe meistens ziemlich cool.

Andererseits hat die Schlampe keinen Bock, ständig alles aufzuschreiben, was man den Tag über so isst und trinkt. Gerade am Wochenende oder abends schnurrt mir die Katze ins Ohr: Rrrrrr, jetzt willst du noch den Computer anschalten und ins WeightWatchers-Programm? Puuuuh, wie anstrengend, mach dich doch mal locker. Sie ist auch für das „Pi-Mal-Daumen“ schätzen verantwortlich. „Warum sich die Mühe machen und ganz genau nachschlagen? Einfach grob schätzen und gut is‘, nich?“ gurrt sie mir zu. Mal davon abgesehen, dass sie mir einredet, dass Bewegung am Abend zwar schön, aber nicht halb so toll wie ein gemütlicher Couchabend ist.

Leider muss ich meiner Schlampe mitteilen, dass sie zwar meistens einen grandiosen Job macht und mich langfristig sicher vor dem Burn-Out und anderen hässlichen Dingen der Multitasking-Mamas-im Job-Arbeitswelt bewahrt, andererseits ihre Strategien zum Aufschieben ungeliebter, aber wichtiger Dinge führen (wie z.B. meine Buchhaltung, mein Steuerberater hat’s echt nicht leicht mit mir) – und das dann irgendwann wirklich  den totalen Stress auslöst. Das gilt auch für meinen Weight Watchers-Plan. Diese Woche hatte ich 300 Gramm mehr drauf – und weiß nicht so ganz wieso, weil ich eben nur „Pi-mal-Daumen“ geschätzt habe. Ich hatte keine Frustessattacken und auch meine Hedonistin ist gerade ganz einsichtig, aber die Schlampe muss ich für mein Projekt „72 Kilo und Kleidergröße 40“ noch ins Boot holen.

Zwiesprache mit meiner inneren Hedonistin

Freitag, Mai 21st, 2010

Still und heimlich schlichen sich in letzter Zeit Dinge ein, bei denen mir eigentlich schon im laufenden Betrieb klar war, dass das so nicht funktionieren kann: Unaufhaltsam wurde aus der Punktezählerin eine „Pi-mal-Daumen“-Schätzerin. Nicht genug damit, habe ich diese grob (und sicher oft genug sehr freundlich geschätzten) Punkte nicht dokumentiert. Ohne Dokumentation wusste ich aber abends nicht mehr, was ich eigentlich gegessen habe, und dann kam der nächste Fehler hinzu: Nämlich die „Jetzt-ist-es-auch-schon-Wurscht!“-Haltung. Da argumentiert meine innere Hedonistin so:

„Liebe Barbara! Du hast den Tag über keine Punkte gezählt. Jetzt bist du weit über deine erlaubte Punktzahl hinaus. Hm. Dumm gelaufen! Aber dein Weight Watchers-Coach hat doch gesagt: „Jeder Tag ist ein neuer Anfang!“ Also, dann fängst du eben morgen wieder an. Und heute gönnst du dir noch einmal so richtig alles, was du in nächster Zeit kaum noch bekommst, weil das zu fett ist oder zu zuckerhaltig. Wär doch schade drum. Hmmmmm – riech mal an diesem Käse! Komm! Nur ein klitzekleines Stück als Belohnung. Und, du? Der Rioja, der würde ganz toll dazu passen. Koste mal…! Und morgen steigst du wieder voll ein….“

Ja, so redet meine innere Hedonistin mit mir:-)! Sie weiß genau, wie sie mich kriegt. Leider führte diese Kombination aus „Jeder Tag ist ein neuer Anfang!“ und der „Jetzt-ist-es-auch-schon-Wurscht!“-Haltung dazu, dass ich jeden Tag diesen Dialog mit meiner inneren Hedonistin führte. Und meine innere Hedonistin jeden Tag gewann. Denn kurzfristig ist ihre Argumentation einfach zu verlockend.

Von Heide Liebmann habe ich gelernt, dass diese inneren Persönlichkeitsanteile, die uns Dinge tun lassen, die wir meist ganz doof finden, einem nix Böses wollen. Sie meinen es eigentlich gut mit uns und fühlen sich einfach nicht wertgeschätzt, obwohl sie im Hintergrund ja durchaus einen guten Job machen. Meine innere Hedonistin habe ich auch die ganze Zeit ganz polemisch meine Diät-Boykottiererin genannt. Das war nicht nett. Und stimmte ja auch nicht. Wenn ich mir genauer betrachte, warum sie so überzeugend ist, dann ja vor allem, weil sie mir kurzfristig etwas Gutes tun will:

  • Sie verschafft mir Genuss, den ich mir lange versagt habe.
  • Sie belohnt mich mit kulinarischen Erfreulichkeiten dafür, dass ich so einen stressigen Job habe und so viel arbeite.
  • Sie beruhigt mich mit Schokolade, wenn ich einen nervlichen Durchhänger habe.

Kurz: Sie verschafft mir kurzfristig Glücksmomente.

Leider hat sie eben nicht das große Ganze im Blick und übersieht dabei, dass sie mir langfristig eben doch nichts Gutes tut. Deshalb habe ich gestern meiner inneren Hedonistin gesagt:

Liebe Hedonistin! Ich schätze deinen Einsatz für mich in Sachen Glücklich sein sehr. Und ich werde mir da in Zukunft weniger streng alles verbieten (ich habe da noch eine ziemlich respekteinflößende Gouvernante zu bieten, die sehr nervig sein kann:-)). Aber: Wenn ich so weitermache, wiege ich bald wieder so viel, dass ich Schmerzen in den Knien bekommen. Das weißt du doch noch, das war wirklich richtig fies! Und schließlich: Ich habe sooo schöne Kleider in Größe 40/42 im Schrank. Findest du nicht auch, dass es ganz toll wäre, wenn wir die im Sommer wieder tragen könnten? Klasse Körpergefühl und tolles Outfit? Hm? Würden das unsere persönliche Sexyness nicht ganz extrem steigern? (dazu nickt eine dritte Frau, die irgendetwas Hautenges in ROT trägt, ganz heftig mit dem Kopf – es wird eng auf meiner Couch, sag ich nur!:-D)

Liebe Hedonistin: Was meinst du? Wollen wir uns mal gemeinsam was ausdenken, wie Belohnung und Glücklich sein auch ohne Essen funktionieren kann?“

Habt ihr’s gemerkt? Automatisch habe ich mit ihr wie mit einem kleinen Kind gesprochen – und ich glaube, meine kleine Hedonistin ist so stark, weil sie viele kindliche Anteile von mir gerettet hat. Und die Gouvernante ist als Gegenpart einfach die totale Spaßbremse, genauso schlimm wie Frau Rottenmeier, findet die Hedonistin.:-) Aber sie hat eben auch vernünftige Argumente und den Weitblick – und weiß deshalb oft besser als die Hedonistin, was langfristig gut und richtig ist.

Ich habe mir vorgenommen, mit den beiden öfter mal ein Mediationsgespräch zu führen.  Bei einer Portion Weight Watchers-Chips oder so:-).

P.s. Seit gestern zähle und dokumentiere ich wieder meine ProPoints! Endlich!

Stillstand auf der Waage, aber nicht im Kopf

Freitag, Mai 14th, 2010

Die letzten Wochen war ich nicht beim Weightwatchers-Treffen – gestern fiel es dem Vatertag zum Opfer und die Woche vorher war ich im Wendland auf dem wunderbaren Textinentreffen. Das Essen in der Proitzer Mühle ist immer gigantisch: richtig gute Küche, ganz bodenständig, 100% bio. So, wie es sich gehört! Die Möhren schmecken ganz intensiv nach Möhren – süß, saftig, aromatisch, und die Königsberger Klopse waren so lecker, dass ich 5 Stück davon verdrückt habe (und die waren nicht klein:-)). Das Wiegeergebnis fiel danach entsprechend verhalten aus.

Aber wir fahren nicht jedes Jahr ins Wendland, weil das Essen so toll ist (was durchaus ein guter Grund wäre), sondern um unser Wissen zu teilen, uns gegenseitig zu stärken und um Spaß zu haben! Jeden Tag bieten wir uns auf Gegenseitigkeit bis zu 15 Workshops an: Von Kreativtechniken über Nischen finden, Kommunikationskonzepte schreiben, writing to learn-Techniken (moi) bis zu Erfolgsblockaden angehen. Ja, und in dem absolut genialen Erfolgsblockaden-Workshop von Heide Liebmann habe ich einige wirklich spannende Aha-Erlebnisse gehabt. Über die blogge ich die nächsten Tage, ich wollte nur kurz vermelden: Ich wiege leider nicht weniger, habe aber jetzt eine viel größere Gelassenheit gegenüber meinen vermeintlichen Schwächen. Das fühlt sich verdammt gut an – und heißt nicht, dass ich meine Kleidergröße 40/42 aus den Augen verliere, aber eine gesündere Haltung einnehme, wenn es mal nicht so läuft. Und das ist verdammt viel wert! Mehr dazu aber erst demnächst, denn meine To-do-Liste quillt über…

Tja, nun muss ich es wohl zugeben:

Samstag, Mai 1st, 2010

Ich habe zugenommen, seufz. Zwar nur ein gutes Kilo (aktuelles Gewicht 104,6), aber der Plan war ein anderer.

Selbstbetrug und Verzögerungstaktiken

Mal eine gute Gelegenheit, sich über so nette Abwehr- und Vermeidungsstrategien wie Selbstbetrug und Hinauszögern Gedanken zu machen. Denn der Grund, warum ich so lange nicht gebloggt habe, war: Ich dachte, verdammt, das blöde Kilo muss doch runtergehen. Ging es aber nicht. Nach Ostern bin ich einfach nicht mehr in die SIS-Diät reingekommen. Einladungen, Frust, keinen Plan fürs Essen – Gründe gab es reichlich. Eigentlich kein Problem, hätte ich der Realität in ihre moppelige Fratze geblickt und einen neuen Anlauf genommen. Aber mir war es peinlich, wie inkonsequent und disziplinlos ich war – vor mir selbst und vor dem Rest der Welt. Also habe ich mir eingeredet: nur ein paar Tage weniger essen, dann hast du das Kilo wieder runter und keiner hat gemerkt, dass es überhaupt mal drauf war. Hat natürlich nicht geklappt. Das heißt, hat schon geklappt. Und hätte ich danach mit der Diät weitergemacht, hätte es auch niemand gemerkt. Aber ein paar Tage später war das Kilo wieder da. Schwupps. Und wieder: keiner sieht’s, keiner merkt’s, wenn ich bloß ein paar Tage weniger esse. Uswusf. Die Tage weniger essen waren aber eben keine Diät, sondern einfach fdh. Und das ist frustrierend und führt zu anschließendem Mehressen …

Keine Vorwürfe, sondern neu anfangen

Ich war natürlich frustriert über dieses Auf und Ab. Hoffte ein bisschen auf ein Wunder – vielleicht war’s ja nur Wasser und ist morgen wieder weg; vielleicht fang ich automatisch wieder mit SIS an, einfach weil mein Körper das will (haha, lustiger Gedanke, mein Körper will aber meistens was anderes als kontrolliert essen); usw. Gleichzeitig war ich zerfressen von schlechtem Gewissen, weil ich nicht auf das Essen achte, weil ich nicht mehr blogge und überhaupt, weil ich mich mal wieder vergeblichen Hoffnungen hingebe. Als dieses ganze Theater kein Ende zu nehmen schien (und Barbara mal fragte, warum ich denn im Moment nicht blogge 🙂 ), habe ich mir gesagt: Jetzt reicht’s, fang einfach neu an.

Und das genau ist das Beste, was ich tun kann nach so einer Frust-Fress-Kilo-rauf-und-runter-Phase: einen Schnitt machen, alle Selbstgeißelungen und Vorwürfe vergessen (oder wenn’s sein muss brutal verdrängen) und einfach neu anfangen. Und genau das habe ich heute gemacht.

Aller Anfang ist schwer, auch der Neuanfang

Es fällt mir wieder so schwer wie am ersten Tag, morgens nur Kohlehydrate, mittags gemischt und abends nur Eiweiß und Gemüse – und dazwischen 5 Stunden Pause. Aber ich weiß ja, dass es besser wird und irgendwann die 5 Stunden Pause kein Problem mehr sind. Und damit ich aus Langeweile und Planlosigkeit im Laufe der nächsten Woche nicht wieder ins Durcheinanderfuttern verfalle, mache ich morgen einen Essensplan für die nächste Woche. Ich werde dann berichten, wie es läuft.

Ach, im Moment …

Dienstag, März 16th, 2010

fällt es mir nicht gerade leicht. Alles, was irgendwie essbar ist, grinst mich hämisch an und flüstert mir zu:

„Wir sind die Spätzle. Sie werden assimiliert werden. Öffnen Sie Ihre Futterluke und ergeben Sie sich. Wir werden Ihren Käse dem unsrigen hinzufügen. Ihre Fettzellen werden sich anpassen und uns dienen. Widerstand ist specklos!“

Ja, manchmal erscheint mir der Kampf gegen die Kilos ebenso verzweifelt wie der gegen die Borg (aber bei Letzteren kann ich einfach den Fernseher ausschalten – seufz) Das Wiegeergebnis heute war jedenfalls nicht berauschend: 104,5 … ich hoffe auf die Buchmesse: drei Tage laufen, laufen, laufen und viel zu teures Essen überall.

Geknackt! Die 5%-Hürde:-)

Donnerstag, Februar 11th, 2010

Tataaa: 86,9. Obwohl ich wahrlich keine disziplinierte Woche hinter mir habe, waren es dann doch weitere 500 Gramm weniger. Damit habe ich 5% meines Anfangsgewichts verloren und das erste Teilziel erreicht. Als Belohnung gab es das Weightwatchers-Maßband. Damit kann man seinen BMI checken und außerdem ist (für Männlein und Weiblein) farbig markiert, in welchem Bereich man sich taillenmäßig so befindet. Der rote Bereich zeigt „auweia – ungesund“ an, gelb steht für „wir sind mal nicht so: leidlich ok“ und grün für „feinfein: bitte halten!“. Ich bin (wen wundert’s – als Apfeltyp hat man ja sowieso grundsätzlich gesundheitstechnisch die Arschkarte gezogen) noch dicke im roten Bereich – und mich trennen Lichtjahre (besser gesagt satte 10 cm) vom gelben Bereich. Fernziele können auch frustrieren. Das nächste Etappenziel sind deshalb erst einmal die nächsten 5 Kilo, bzw. die 10 % Hürde.

Außerdem machen wir in der Gruppe seit letzter Woche ein Wettwiegen. Die drei, die bis Ostern das meiste Gewicht verloren haben, bekommen einen Einkaufsgutschein. Da ich alles mitnehme, was motivationstechnisch so angeboten wird, habe ich mich gleich in die Liste eingetragen. Platz eins hat jetzt schon unser einziger Mann in der Runde. Echt fies, Männer haben locker 10 Punkte mehr pro Tag zur Verfügung und nehmen auch noch kinderleicht ab. Die Waagenwelt ist schlecht.