Schokoladenattacke

November 14th, 2010

Jetzt ist es passiert – nach 17 Wochen tapfer Punktezählen: Ich hatte gestern einen Schokoladenanfall. Dem fielen ein halbes Dutzend Amicelli, eine Tafel Ritter Sport mit Keks und ein Becher Mousse au Chocolat zum Opfer …

Aber ich kämpfe gerade auch unter erschwerten Bedingungen: Marions Mutter ist nach einem Oberschenkelhalsbruch einschl. gebrochenes linkes Handgelenk aus der Klinik wieder zu Hause und braucht im Moment eine 24-Stunden-Betreuung. Marion und ich wechseln uns ab, das heißt ich verbringe den größten Teil meiner Zeit bei der Mutter, weil ich auch von deren Küchentisch aus arbeiten kann. Und jetzt kommt das wirklich Schlimme: Die Mutter ist schokoladensüchtig. Das heißt, seit 5 Tagen bin ich unaufhörlich umzingelt von Schokolade. Bei mir kommt das Zeug erst gar nicht in die Wohnung – was nicht da ist, ess ich nicht 🙂 Aber hier … und da es ziemlich anstrengend ist, eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu leisten und sich hin und wieder ein kleines Früstchen einschleicht, unterlag gestern mein eiserner Wille der Gier nach dem fettigen, süßen Zeug.

Heute Morgen habe ich natürlich ein schlechtes Gewissen – und ein bisschen übel ist mir auch noch. Ich vertrage offenbar nicht mehr so viel fettes Schokozeug. Ganz hinten in meinem Kopf mault ein kleines Stimmchen „Wieso tust du dir überhaupt den ganzen Diät-Kram an. Lass es doch einfach“. Das Stimmchen kenn ich schon und ich lasse mich nicht beirren: Heute Morgen habe ich wieder brav meine Punkte aufgeschrieben – und zum Frühstück gibt’s Müsli mit Obst. Jetzt erst recht, jawoll!!

Ein doppeltes *Örgs*: Fast Food-Müll

Oktober 26th, 2010

Fast Food ist einfach Müll. Fast Food wird wie Müll produziert und produziert selbst Müll. Was soll ich sagen?

Die amerikanische Fotografin Sally Davies hat ihr McDonalds Happy Meal Project bei Flickr eingestellt. Gruselig. Der Burger sieht auch nach Monaten aus wie neu. Kein Schimmel. Er scheint langsam zu mumifizieren. Danke dafür. Ich hab zwar Super Size Me gesehen, hatte das aber schon alles wieder brav verdrängt. (Wobei ich wirklich nicht oft zu McDoof gehe. Labberige Brötchen mit warmen Gurken haben mein Herz noch nie so recht erfreuen können. Allerdings liebt meine (superschlanke) Tochter Chicken McNuggets über alles.  (Und natürlich die blöden Spielzeuge in den Happy Meals.)

Apropos Placebo-Essen. Sehr spannend auch das brandneue Buch Pizza Globale des österreichischen Journalisten Paul Trummer. Ich habe es noch nicht gelesen, aber in Titel Thesen Temperamente wurde am Sonntag ausführlich darüber berichtet (das Lesen hole ich nach, klingt wirklich nach einem sehr spannenden Buch!).

Aus dem Pressetext:
Wie wird unsere Nahrung heute hergestellt? Dieser Frage ist der Wirtschaftsjournalist Paul Trummer nachgegangen und hat die Entstehung einer Tiefkühlpizza genauer unter die Lupe
genommen. In seinem Buch „Pizza Globale“ (Econ Verlag) beschreibt er, welche Folgen die industrielle Fertigung moderner Nahrung für Mensch, Tier und Umwelt hat und welche
politischen Entscheidungen dahinter stecken.

Es geht um Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt – und natürlich auch um Übergewicht. Und um Essen, das seinen Namen nicht verdient: Der Teig aus superschnell wachsendem Hyperweizen. Die Tomaten gepflückt von Quasi-Sklavenarbeitern in Italien. Der Belag aus Pseudoschinken und Pseudokäse, der alles enthält außer Milch. Das alles legen ratternde Maschinen auf „Rundlinge“, wie Vincent Klink, der schwäbische Spitzenkoch, die TK-Pizzen nannte. Denn den Namen Pizza verdienen diese Dinger leider nicht. Was soll ich sagen? Ich hab auch ne Ofenfrische in der Kühltruhe. Und Pizza-Baguette.  Aber ich hab auch immer noch gut 10 Kilo Übergewicht. Nicht, dass ich dem Fast Food die Schuld gebe. Aber eins ist klar: Beim vorgefertigten Essen habe ich keinerlei Kontrolle darüber, was ich gerade esse. Industriell optimierte Nahrungsmittel müssen lange haltbar sein und jedem in jeder Lebenslage irgendwie schmecken. Das erreicht man mit Konservierungsstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern (und Fett).

Vielleicht sollte ich einfach die Weight Watchers Weight Watchers sein lassen und wirklich mal versuchen, mich einfach ausgewogen und halbwegs gesund zu ernähren? Ich schaffe es sowieso seit Monaten nicht, wieder in den Punktezähl-Plan zu kommen. Irgendwie habe ich nur immer das Gefühl, dass das zum Fulltime-Job ausartet: Bewusst regional einkaufen heißt viel planen, und das Zubereiten dauert eben auch…. Aber wieder mehr selbst kochen kann definitiv nicht schaden. Also dann…

Trotz Stress geht’s weiter runter

Oktober 11th, 2010

Die letzten beiden Wochen waren ziemlich chaotisch und arbeitsintensiv. Mit Essen planen war nicht viel, zwischendrin hat Marion gekocht – danke, liebe Marion -, aber ich hatte so gut wie nie Zeit, mich ums Essen zu kümmern. Meine Waage beschrieb denn auch immer tapfer eine Wellenlinie – mal rauf, mal runter, hätte ich es grafisch abgebildet, hätte es mich verschärft an meinen Mathe-Leistungskurs erinnert, irgendwas mit Sinus und Kosinus und Amplitude und all das Zeug. Genauso glücklich wie damals Sinus- und Kosinusfunktionen hat mich das Auf und Ab auf der Waage gemacht 🙁 Aber ich habe tapfer weiter Punkte gezählt. Augen zu und durch, war mein Motto. Meine Ernährung war zwar ausgesprochen gemüsearm und Weight-Watchers-Schokoriegel-reich, aber allein der starre Blick auf die Punkte hat’s gebracht: in zwei Wochen 1,2 Kilo weniger. Zugegeben, ich war zweimal Schwimmen,und die letzten 3 Sonntage tapfer im Fitnessstudio und hin und wieder mit dem Hund eine längere Runde, aber ohne die Bewegung wäre ich wahrscheinlich mit meinem Schreibtischstuhl fest verwachsen – und wer will das schon …

Nur Wasser

September 30th, 2010

… war’s gewesen, was mich gestern Morgen so erschreckte. Heute Morgen sind die 800g wieder weg und mit ihnen weitere 200 g. Dass einen was, was durchsichtig ist, weder spricht noch haut und null Kalorien hat, so bösartig in Panik versetzen und einem den Tag versauen kann, ist schon erstaunlich 😉

Viel wandern …

September 29th, 2010

hilft viel. Und wenn man dann immer mal wieder vor geschlossenen Jausenstationen und Almrestaurants steht, weil man sich in der Strecke verschätzt hat, hilft das auch immens beim Abnehmen: 3,2 Kilo weniger.

Aber die Nachurlaubsphase ist echt hart. Nachdem ich so euphorisch mit über 3 Kilo weniger aus dem Urlaub zurückgekommen bin, habe ich in der letzten Woche nur 100 g abgenommen. Und da ich Huhn mich beim Eintragen ins Onlineprogramm vertippt habe – habe dort statt 100,6 tatsächlich 100,4 Kilo angegeben (da war der Wunsch vielleicht Vater des Gedankens), sagt mir das blöde Programm, ich hätte 100 g zugenommen. Es kann ja nicht wissen, dass ich einen Eingabefehler gemacht habe. Wieso nur 100 g runter sind? Tja, vielleicht das fehlende Wandern? Dabei habe ich, seit ich wieder aus dem Urlaub bin, morgens brav meine Viertelstunde Gymnastik gemacht, war zweimal mit dem Hund Walken und einmal im Fitnessstudio (dabei musste ich entsetzt feststellen, dass ich seit über einem Jahr nicht mehr dort gewesen bin – inzwischen gibts neue Karten und ein neues Schließsystem 🙂 )

Heute Morgen dann der Oberschock: 800 g mehr als gestern.Trotz Punkte eingehalten, Gymnastik und Spaziergang mit dem Hund. Das kann nur Wasser sein …

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

September 20th, 2010

…und hat sicher weniger Probleme mit dem Gewicht halten als ich. Ja, seit dem Urlaub steckt der Wurm bei mir drin. Besser gesagt, nachdem ich noch einmal ein paar Tage weg war und in dieser Zeit 1,5 Kilo zunahm. Danach hab ich mich ein paar Wochen wirklich gehen lassen. Ich hatte keine Lust zu zählen, war frustriert davon, dass ein paar Tage Ernährung durch belegte Brötchen sich so hammerhart auswirkten (erwähnte ich, dass diese Brötchen-Kohlenhydrate richtig böse sind :-)).

Und dann schaltete sich wieder der Autopilot ein: Großer Stress = viel Naschen und Fastfood. Immerhin: Ich merke das jetzt sehr bewusst, was da bei mir passiert – und merke auch, dass es eigentlich gar nichts bringt und mir körperlich nicht gut tut. So ein Döner liegt mir einfach nur im Magen. Und der irgendwie erhoffte positive Kurzzeiteffekt beim Naschen bleibt auch aus. Es schmeckt z.B. nicht besonders, sich gestresst einen Riegel Schokolade reinzuschieben. Ich schmecke sie gar nicht wirklich.

Ja, und mein WW-Coach war im Urlaub – was ich zum Anlass nahm den ganzen September zu schwänzen. Jetzt hab ich den Salat. Ok. Ich fange wieder an. Diese doofe 7  vorne werde ich ja wohl diese Jahr noch schaffen können! Taschkaaa!:-) Anfeuerungsrufe ausdrücklich willkommen ;-)))

Bloß 200 g weniger – und jetzt erst mal Urlaub

August 31st, 2010

Gestern zeigte die Waage beim WW-Treffen bloß 200 g weniger – aber daran ist nur mein blöder Zyklus schuld. Morgen oder übermorgen kriege ich meine Tage und vorher speichert mein Körper Wasser wie ein Kamel vor einer Wüstentour 🙁

Aber morgen geht’s ab in den Urlaub. Österreich, Berge, Wandern – also gute Voraussetzungen, um auch im Urlaub weiter abzunehmen. Die bösen Fallen wie Österreichische Süßspeisen, Bergkäse und Wandern zur nächsten Jausenstation mit deftigen Spezialitäten werde ich zu umgehen versuchen – nicht immer und nicht überall, denn das ist ja Urlaub und kein Straflager, aber so, dass ich nicht zu-, sondern abnehme.

Mit diesen guten Vorsätzen verabschiede ich mich für die nächsten drei Wochen (und hoffe, dass Petrus mir keinen Strich durch mein Outdoor-Sport-Programm macht).

Hurra – Mein erstes Sternchen

August 24th, 2010

Ich habe mir gestern mein erstes Sternchen verdient: 3 Kilo abgenommen. Nachdem es ja die Woche davor nicht geklappt hat, habe ich in der letzten Woche brav (fast) alle meine Punkte einschließlich Wochenextra aufgefuttert (und bin jeden Morgen mit der Befürchtung auf die Waage gestiegen: Jetzt hast du zugenommen, so viel wie du gegessen hast. Aber war nix 🙂 ). Und ich habe tatsächlich 1,1 Kilo diese Woche abgenommen – und mein erstes WW-Sternchen kassiert. (Ja, die Weight Watchers wissen, wie sie ihre Kunden motivieren – erinnert ein bisschen an die Fleißkärtchen in der Grundschule. Aber egal, Hauptsache es funktioniert. Und ich bin für so was total anfällig, grins …) Als Belohnung für die tolle Abnahme habe ich ab dieser Woche einen Punkt weniger, den ich verfuttern darf. Aber ich bin frohen Mutes …

Genussvolle Urlaubspfunde

August 23rd, 2010

Seit gestern Nacht bin ich wieder in Berlin. Heute morgen war ich auf das Schlimmste gefasst – gefühlte 5 Kilo mehr – aber es waren „nur“ 1,6 Kilo: 83,4. Damit kann ich leben.:-) Denn dass der Genuss von

  • Schollenfilets (wahlweise in Butter oder Schinkenspeck gebraten),
  • Friesenwaffeln (mit hausgemachten Pflaumenkompott und frischer Sahne),
  • Kuh- und Schafskäse direkt vom Milchbauern,
  • Matjes in vielen köstlichen Varianten,
  • dazwischen eine „Tote Tante“ (heiße Schokolade mit Rum und Sahnehäubchen)
  • und vielem mehr

nicht ohne Folgen bleiben würde, war klar. Ja, wir haben uns auf viele lohnende kulinarische Abenteuer begeben. Und deshalb weiß ich jetzt auch, was friesischer Kohlpudding ist. (Eigentlich nichts anderes als Kohlroulade. Der Weißkohl wird aber wie bei einer Lasagne geschichtet. Wieso das Pudding heißt, hat sich mir nicht wirklich erschlossen.)

Vielleicht war das Ergebnis auf der Waage auch deshalb noch erträglich, weil wir uns recht viel bewegt haben. Das diesmal nicht sehr sonnige Wetter auf Föhr (die „friesische Karibik“ war nicht sehr karibisch) hat dazu geführt, dass wir viel Fahrrad gefahren und sehr viel Spazieren gegangen sind – faul am Strand liegen war die totale Ausnahme. Zwischen 5-10 Aktivpunkte habe ich mir jeden Tag erlaufen und erfahren – das sagte zumindest mein praktischer Weightwatchers-Schrittzähler. Aber mal vom Schrittzähler abgesehen habe ich mir Urlaub vom Punktezählen genommen. Heute bin ich wieder im Büro. Die Arbeit hat mich wieder. Und das Pointstagebuch auch. Mal sehen, wie schnell ich die Urlaubspfunde loswerde!

Ich esse zu wenig – und deshalb nehme ich zu

August 16th, 2010

Ja, wirklich. Das ist kein Scherz. Und warum das so ist, habe ich heute beim WW-Treffen erfahren.

Angefangen hat das Elend am Samstagabend, genaugenommen, am nächsten Morgen. Wir hatten Gäste, Marion hat gekocht – japanisch, total gesund und kaum Kalorien (Ha! Da kann ich nur müde lächeln). Es gab zwar nur Ikebana auf dem Teller, also ziemlich kleine Portionen, aber dafür insgesamt 6 Gänge. Alles sehr lecker. Aber die Bilanz war bitter: 44 ProPoints (meine Tagesration sind 34 ProPoints). Also habe ich 20 ProPoints von meinem Wochenextra abgestrichen und leise vor mich hin geflucht. Am nächsten Morgen: Marion hatte abgenommen – 200 g – und ich zu – 1.100 g. Und die haben sich nicht mehr verflüchtigt. Wiegeresultat beim WW-Treffen: NullkommanixkeineDifferenzzurletztenWochenadanientenichts – immer noch die gleichen 105,1 Kilo.

Und Schuld ist mein Punktesparen! Jawoll. Ich hätte die letzten Wochen brav auch mein Wochenextra verfuttern sollen. Und weil ich das nicht getan habe, dachte mein Körper: magere Zeiten! Und kaum futtere ich mehr, schlägt er zu, rafft die zusätzlichen Kalorien und hält sie fest. Sauerei. Dabei habe ich die letzten Wochen nicht gehungert. Habe halt nur extrem auf Fett und tote Kohlenhydrate verzichtet und vor allem Gemüse gegessen.  Ich hätte mich also echt anstrengen müssen, um das Wochenextra zu verbrauchen. Aber diese Woche werde ich es tun. Jeden Tag 7 Punkte zusätzlich. Obwohl ich gar nicht glauben kann, dass man mit so vielen Punkten abnehmen kann. Aber ich gebe dem System eine Chance … und berichte nächste Woche, wie’s gelaufen ist.